Eigene Pferde – unsere stolzen Freunde – Teil 42

Start am 1. Februar 18 .. also ca. 3 Wochen, bevor unsere Pferdewelt in sich zusammenstürzte

Es war Winter, also immer eine teure Zeit, wenn man Aufstocker beim Jobcenter ist und drei Pferde nur über die Runden bringen kann, indem man nebenberuflich noch was dazu verdient .. und das tun wir nunmal bis heute und auch damals als freiberufliche Werbetexter.
DSL war ausgefallen .. irgendein Problem bei unserem Anbieter, nicht bei uns .. was Technisches, aber richtig fies und dauerte lange, bis die das wieder heil hatten.

Ohne Internet kamen wir ins Service-Center von O² nicht rein, konnten nicht fragen, was da los war.
Dazu goss es draußen und das Wetter sorgte auch nicht für gute Laune, Internet war schon den ganzen Tag weg.
Unser Notfall-Surfstick hatte noch Guthaben, aber den brauchen wir klar selten und auch der funktionierte nicht mehr .. zu alt, stellte sich später raus. Na ja .. Jürgen hatte zumindest beim Surf-Stick-Anbieter ne Handy-Service-Nummer gefunden und da angerufen .. sicher schweineteuer gewesen, ist sowas ja immer.

Aber als ich das postete, lief nachts trotz aller Bemühungen immer noch nichts . den Text habe ich sicher einfach nicht online dann wo vorgeschrieben und später ins Internet gesetzt.
Nun ja .. auch das hat sich damals lösen lassen .. aber das sind eben die Freuden, wenn man einen Job hat, der ohne Internet nicht läuft und das Geld ja auch braucht, was man da verdient und dran gewöhnt ist, dass das alle paar Tage halt immer frisch auf dem Konto ankommt.

Nachdem Jürgen zuerst mit Hilfe von diesem Support den Surfstick nächsten Tag zum Laufen gebracht hatte, ging dann drei Tage später auch DSL wieder .. ohne den Support von O² inzwischen erreicht zu haben, denn der ist ne Vollkatastrophe, wenn da mal was nicht läuft.
Der Router war warum auch immer abgestürzt, neu starten und es ging endlich wieder.
Aber zum Ausgleich ging dann damals am gleichen Tag unser Fernseher kaputt. Wir haben bis heute übrigens keinen neuen. So ist das halt in Hartz-IV-Deutschland.

Nun gut …wenn wir damals nicht eigene Pferde und die Kosten damit gehabt hätten, wäre sowas einfacher gewesen.
Und ich gebe zu … natürlich überweisen wir heute jeden Monat freiwillig und ohne Muss Geld an den Gnadenhof, wo Chiwa und Prima jetzt zu Hause sind und nebst allen anderen überleben können .. weder Jürgen noch ich täten auch nur einen Monat nichts schicken, denn es ist für die Leute, die diesen Gnadenhof betreiben, sicher schwer, immer für alle Tiere zu sorgen .. das ist Ehrensache mitzuhelfen.

Nach dem Tod von Thunder im März würden wir lange die Tierarztkosten für den Versuch, ihn zu retten und mehr Raten bezahlen .. für den Transport von Chiwa und Prima haben wir Freunde angepumpt und natürlich das Geld zurückbezahlt, später wurde dann unser Boomer sehr krank und starb trotz aller Bemühungen … das hat für uns Aufstocker ein Vermögen gekostet.
Tja und inzwischen gibt es einen neuen Hund, der vermutlich teurer war als eine neue Waschmaschine, die schon jahrelang kaputt ist .. und ein Fernseher oder die Oberhitze von meinem Backofen zusammen, die auch nicht mehr funktioniert.

Jeder Mensch hat seine Prioritäten.
Die von Jürgen und mir sind unsere Haustiere .. wozu wir nach wie vor auch Prima und Chiwa zählen, auch wenn wir die nur noch durch Spenden mit unterstützen helfen .. dann kommt erstmal halbwegs gesund essen .. und für viel mehr reicht es eben selten.
Das ist eben die typische Altersarmut in Deutschland … denn nur wenig ältere Leute schaffen es, bis ins Rentenalter wirklich durchzuarbeiten und mehr als nen Nebenjob zu haben, wenn überhaupt und kriegen so viel Rente, dass es reicht.

Ich bin immer noch Anfang Februar 18 zugange .. bin da auch mal die Koppel abgelaufen, aber um diese Jahreszeit tut sich eben nicht allzu viel in Bezug auf das Pflanzenwachstum und Veränderung der Vegetation.

Die Hoppas kriegten ihr Müsli und ich lief los und fotografierte so Dinge wie Pilze an Zaunpfählen, Flechten oder Moose und dergleichen.



Im Knick entdeckte ich erste Haselkätzchen oder auch schonmal hier oder dort längeres frisches grünes Gras, das nachgewachsen war.

Und dann halt auch, dass wir verschiedene Moos-Arten auf der Koppel hatten.

Mir war aufgefallen, dass Pferde ab und zu Moos knabbern und ich hatte nachgeschaut, ob das gesund ist .. und  ja, ist sehr gesund .. Wildpferde suchen sich gern Flechten oder Moose, um in der freien Natur ihren Speiseplan zu ergänzen, weil da viele tolle Inhaltsstoffe für sie drin sind.

Zusätzlich zu den Moosen entdeckte ich auch schon die ersten frischen Kräuter und im Knick an den Sträuchern viele dicke frische Knopsen.

Sowas mögen Pferde ja auch gern.

Tja .. die Natur hatte schon die ersten gesunden Schätze auf unserer Ganzjahresweide hinterlegt .. aber es passte halt manchen Leuten nicht, dass wir unsere Pferde frei laufen ließen und die natürlich nicht nur Heu und Heulage, sondern auch oft auf ihrer Weide diese Dinge gesucht und gefressen haben.

Ohne es zu ahnen, erlebten wir die letzten Wochen mit eigenen Pferden und freuten uns schon auf den richtigen Frühling und dann die schönen Sommer- und Herbstmonate.

Ich war einfach nur fröhlich über jeden grünen Frühlingshalm wie rechts und hatte keine Ahnung, mit was für bösen Hintergedanken da manche unserer Blog-Leser meinen ja sehr transparenten und anschaulichen Blog gelesen haben.

Aber wer einem was Böses anhängen will, der findet Wege, das ist leider so . .und es gab leider solche Leute.

Teilweise waren manche Ecken auf der Koppel noch sehr nass, denn es hatte ja laufend viel zu viel geregnet.

Und ich erzählte, dass die Kräuter wie Hahnenfuß, die Pferde eben nicht mögen, viel schneller wachsen würden als die, die sie gern fressen .. ist nunmal so.

Wieder oben bei Männe und den Tieren angekommen.

Unten schon ganz viel frisches Grün auf einem noch ausgezäunten sehr nassen Weidestück, wo ich erzählte, das musste erst trittfest werden, bevor wir die Tiere da rauf lassen könnten.

Sie haben das übrigens noch erlebt, dass sie dort grasen durften .. trotzdem wurde uns von M.S. immer wieder vorgehalten bzw. hinter unserem Rücken verbreitet, wir würden die Tiere hungern lassen .. die hatten sogar den ganzen Winter über frische grüne Ecken mit gesunden Vitaminen als Futterergänzung .. aber wer das nicht sehen will, sieht es halt nicht.



Dann ging es auch heim.

Und ich bin jetzt müde.

Es waren jetzt nur Bilder von einigen Tagen und auch die Berichte dazu … ich habe ja Zeit, denn schon bald kann ich nicht mehr so ausführlich berichten, weil ich selbst nur Fotos von den Pferden sehe und das auf einer Seite, die zwar berichtet, aber nicht so, wie ich selbst das immer früher getan habe.

Insofern kann ich auch nicht allzuviel über den Fortgang des Lebens unserer Pferde dort schreiben, sondern nur sehr wenig.

Die nächste Folge wird mit Fotos vom 6. Februar 18 beginnen. Es schneite plötzlich wie verrückt und die ersten Bilder dann sind welche mit viel Schnee.

Der Beitrag heißt: „Der plötzliche Wintereinbruch hier“

Also bis bald.

LG
Renate

Ursprungslink: https://pferdeunserestolzenfreunde.blogspot.com/2019/10/eigene-pferde-unsere-stolzen-freunde.html

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