Unser Thunder – Teil 4

Ein paar Infos über seine Vergangenheit

Ich schreibe heute doch noch einen 4. Teil über unseren Thunder, denn ich konnte heute mit jemand, der sich jahrelang um ihn gekümmert und ihn schließlich verschenkt hat, damit er Pferdegesellschaft bekommt, eine ganze Weile über Thunder sprechen.

Dabei habe ich dann doch noch eine ganze Menge, wenn auch längst nicht alles über seine Vergangenheit erfahren.

Die Fotos von Thunder, Chiwa und Prima sowie Jürgen, unserem Freund Kalli und Boomer, die uns hier in diesem 4. Teil über Thunder begleiten, stammen alle vom 17. Juli 2017.

Thunder ist ja am 1. Juli 2017 bei uns eingezogen, war damals also etwas länger als 14 Tage bei uns und hatte sich schon ein bisschen in der Herde eingelebt.

 Weil ich einfach gern mehr über Thunder, sein Vorleben und eventuell auch darüber wissen möchte, was bei ihm so sehr auf die Rückenmuskulatur gegangen sein könnte und diese tiefen Löcher neben dem Widerrist im Trapezmuskel verursacht hat, die er schon hatte, als wir ihn bekommen haben und warum später vor seinem Tod es die Rückenmuskulatur war, die ganz plötzlich regelrecht in sich zusammenfiel, egal was wir versucht haben und ich rausfand, sowas passiert bei Leberversagen oft .. aber die Leber kann aus vielen Gründen so reagieren . habe ich einfach nochmal mehr gesucht.

Es gibt ja außer Thunders Fohlenpapieren auch einen Ersatzequidenpass für ihn, und erst mit dem hat er den Namen Thunder bekommen, denn laut seinen Fohlenpapieren hieß er ja früher Gazel.

Der Mann, auf den dieser Ersatzequidenpass ausgestellt worden ist, wohnt aber nicht mehr unter dieser Adresse. Es gibt einen mit dem gleichen Vornamen im gleichen Ort, aber auch da findet man nur noch eine Firmanadresse einer Firma, die nicht mehr aktiv ist und man kriegt die Info, die wäre dauerhaft geschlossen.

Ob das wirklich der gleiche Mann ist, ist auch schwer zu sagen.

Aber ich fand eine Telefonnummer unter der Adresse aus Thunders Ersatzequidenpass und da habe ich heute auch jemand am Telefon erreicht.

Es war ein älterer Mann, noch um einiges älter als ich selbst, der sich jahrelang um Thunder gekümmert hat und auch noch miterlebt hat, dass sein eigentlicher Eigentümer viel mit Thunder unternommen hat, dann aber wie er sagte, das Interesse an Thunder verlor, weil die Freundin und das Auto nun wichtiger geworden wären.

Kleiner Exkurs: Frau Lendowski drohte mir vorhin auf unserem Anrufbeantworter .. wehe ich erzähle was aus dem Vorleben von Thunder und wie ich ihn über sie bekommen hätte und so .. und wie ich es hätte wagen können, auch noch die Facebook-Seite ihrer Enkelin zu verlinken (die ist jetzt wohl unter Privatsphäre, man sieht da nichts mehr, gestern sah man es aber noch, sonst hätte ich es ja nicht finden können) .. weil das wär dann mein „letzter Tanz“. Soll sie mir drohen, ich habe ja nicht gelogen. Ich habe das alles genauso öffentlich im Internet gefunden, was ich erzählt habe.

Und was ich jetzt erzähle, habe ich heute mit Jürgen neben mir, der das bezeugen kann, falls es sein muss, am Telefon genauso gehört.

Der ältere Mann wusste nicht, wie genau Thunder zu seinem eigentlichen Eigentümer hingekommen ist, also auch nicht, ob Thunder mal in Polen oder vielleicht bei einem anderen Züchter hier in Deutschland auf die Welt kam und wer ihn vorher hatte.

Ich vermute, es ist nahe Verwandtschaft zwischen dem alten Mann und Thunders Herrchen, der sich dann gar nicht um ihn kümmerte.

Dieser jüngere Mann kommt auch noch manchmal zu Besuch und ich habe meine Telefonnummer hinterlassen, falls er gern anrufen möchte und noch mehr über Thunders letzte Monate hier bei uns erfahren oder mir eine E-mail-Adresse geben, damit ich ihm auch Fotos schicken kann, falls er gerne welche hätte.

Frau Lendowski erzählte was von einem Westernsattel, den sie auch hätte mit Thunder zusammen kaufen können, was sie aber nicht getan hätte und es könnte sein, der wäre mal westerngeritten worden.

Damit hat sie uns die Wahrheit gesagt. Es gibt diesen Westernsattel, das hat der ältere Herr mir auch erzählt.

Thunder war aber eher ein Freizeit- oder Wanderreitpferd. Sein Herrchen ist in seiner aktiven Zeit viel mit Thunder auf Wanderritte gegangen, immer in Gruppen unterwegs gewesen.

Der Ort Wetter in Hessen ist eine ländliche Gegend und die Gegend wunderschön für lange Ritte.
Thunder war dabei immer sehr ehrgeizig und wollte am liebsten immer ganz vorne laufen, wenn es auf einen Wanderritt ging.
Thunder war auch sehr temperamentvoll und schnell, hat der ältere Herr mir erzählt.

Er fand es schade, dass er selbst eben nicht mehr in der Lage gewesen wäre, mit Thunder auszureiten, aber er hat halt nie reiten gelernt und in seine Alter ??? Wäre halt nicht mehr gegangen.

 Thunder war auf diesem Hof nicht immer alleine.

Früher hat er mit einem anderen Pferd dort zusammen gestanden und hatte Pferdegesellschaft.

Das sei dann aber weg gekommen und danach war er ganz alleine.

Das hat dem alten Mann sehr leid getan.

Der war der Meinung, dass Thunder sowohl Pferdegesellschaft als auch jemand brauchen würde, der noch etwas mit ihm unternehmen könnte.

Er hat mir erzählt, Thunder war beim Futter ein Pferd, das alles mögliche gern gefuttert hat. Wir haben uns darüber ausgetauscht, dass er an Obst und Gemüse fast alles mochte .. bei uns ja auch. Er kannte das von dem alten Herrn, der aber auch meinte, ja wenn Leute ihn übern Zaun gefüttert haben, Thunder wird aus der Hand leider so gut wie alles gefressen haben .. so war er eben.

 Jürgen und ich haben uns vor seinem Tod immer wieder gefragt, ob Thunder aus der Hand gegeben womöglich auch Efeu, diese schimmelige Heulage oder das Kantengras mit Streusalz dazwischen gefressen haben könnte und deshalb plötzlich so krank wurde.

Auch diese Info hilft nicht, um das wirklich zu wissen .. aber er war wie gesagt ein Pferd, das vertrauensvoll aus der Hand gern alles nahm, was ihm Menschen gegeben haben.

 Auch der ältere Herr beschrieb Thunder als total freundlich und lieb und beim Reiten als ein Pferd, das alles mitmachte.

Auch wenn er ja nicht mehr wirklich reitbar war .. so hat Jürgen ihn die 3 x, als er nur ein paar Minuten auf ihm saß mal, auch erlebt .. und wir ihn auch beide so bei der Bodenarbeit, wo er auch immer ganz dabei war und alles richtig machen wollte.

Als Thunder dann so alleine stand, sein Herrchen sich gar nicht mehr um ihn gekümmert hat, auch kein 2. Pferd mehr zur Gesellschaft für ihn da war, hat der ältere Mann begonnen, nach einem Platz für ihn zu suchen, wo das anders wäre .. wo er es besser hätte.

Er hat Thunder nicht verkauft, er hat ihn verschenkt.

Er hat vorher sogar oft Leuten angeboten, wenn sie Thunder bei sich aufnehmen, Heu könnte er gern immer zugeben, er hätte für sein Vieh ja genug davon.

Aber es war wohl gar nicht so einfach, jemand für Thunder zu finden .. der ältere Herr hat lange nach einem Platz für Thunder gesucht.

Schließlich hat sich dann jemand aus der Nähe bei ihm gemeldet, wohin er Thunder verschenkt hat. Das sei aber nicht weiter als ca. 20 km von Wetter weg gewesen. Dass Thunder dort nicht geblieben ist, wusste der ältere Herr gar nicht und auch nicht, wie er nach Friedrichskoog gekommen sein kann, das ja ca. 500 km von Wetter in Hessen entfernt ist.

Er selbst sei später auch eine Weile sehr krank gewesen, hätte aber oft an Thunder gedacht und immer überlegt, ihn dort, wo er ihn seiner Ansicht nach hingegeben hat, mal zu besuchen.

Dass er nun inzwischen von dort weg in Friedrichskoog und dann bei uns in Preetz gelandet ist, wusste er nicht.

Es hat ihn zwar gefreut, dass Thunder bei uns nun noch ein paar Monate zwei eigene Stuten um sich hatte, denn so hatte er sich das auch für ihn gewünscht .. aber er war auch sehr traurig, dass man ihn uns regelrecht totgefüttert hat.

Ja sagte er, das kennt er, dass so viele Leute so unvernünftig die Tiere anderer Leute über den Zaun füttern.

Bei ihm wäre das gegangen .. es seien dort nicht sehr viele Leute vorbeigekommen wie leider bei uns in der Feldmark Preetz, wo ja so viele Spaziergänger vorbei kamen.

Tja .. auch wenn die gute Sandra Lendowski mir droht, ich soll nichts erzählen, was ich durch Recherche nun über Thunder doch noch hab finden können .. sie hat uns nicht erzählt, dass Thunder nicht unmittelbar von diesem älteren Mann zu ihr gekommen ist.

Sie sagte was von einem irre teuren Transport zu ihr .. was bei 500 km natürlich möglich sein kann.

Ich kann mich nicht erinnern, ob sie was über einen Kaufpreis oder nicht gesagt hat .. aber direkt erzählt, dass Thunder verschenkt wurde, auch nicht.

Dass niemand mehr was mit Thunder gemacht hat dort, das hat sie erzählt, muss es also von den Leuten, die ihn ihr für so teures Geld gebracht haben, erfahren haben.
Wer das aber war, das hat sie uns verschwiegen.
Diese Leute haben Thunder auf jeden Fall nicht bekommen, um ihn gleich weiterzureichen .. die haben ihn geschenkt bekommen unter der Prämisse, dass sie ihn behalten und er dort Pferdegesellschaft hätte.

Über Thunders Rücken habe ich mit dem älteren Mann auch gesprochen.
Er hielt Thunder für gesund, nicht für krank, als er ihn weggab. Aber dass sein Rücken anfing so durchzuhängen, das wäre ihm schon aufgefallen.
Es fehlt also was, ist ein Bruch in Thunders Lebenslauf .. auch nach seinem Weggang von dem Mann, auf den sein Ersatzequidenpass ausgestellt ist beziehungsweise dem Mann, der mit ihm verwandt ist und wo Thunder seit er diesem Mann gehört hat, immer gelebt hat.
Er kam nicht direkt von dort nach Friedrichskoog, wo wir ihn herhaben. Er muss dazwischen noch vorübergehend woanders gewesen sein.
Mehr weiß ich bisher nicht.
Aber das hilft schon ein wenig weiter.
Sollte ich noch mehr erfahren, dann werde ich das auch erzählen.
LG Renate

Ursprungslink: https://pferdeunserestolzenfreunde.blogspot.com/2018/12/unser-thunder-teil-4.html

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