Bilanz – mein Leben in einem kapitalistischen Land – Teil 17

Seit dem letzten Teil ist uns privat, aber auch diesem Staat politisch viel Schlimmes widerfahren

Am 18. November 2017 habe ich mit dem letzten Teil meiner Lebensgeschichte Bilanz aufgehört.
Wir freuten uns an unserem 3. Pferd Thunder, dem es da noch gut ging und ich erzählte von den Gemeinheiter der Stalker, die uns nicht in Ruhe gelassen haben .. und davon, dass unsere Regierung damals am Sondieren mit der FDP und den Grünen wegen einer Koalition wäre und schon wochenlang am Verhandeln.

Es war herbstlich wie man sieht, aber das ist ja normal im November.
Und am 20. November 17 habe ich dann erzählt, dass es mit den Koalitionsverhandlungen mit der FDP und den Grünen nicht geklappt hat.
Später würde es dann doch mit der SPD klappen .. na ja son bisschen, sie tun ihr Bestes .. aber was alles passiert ist inzwischen auch in diesem Staat, kommt halt noch.

Die Hoppas im Winter, noch alle quicklebendig und unsere eigenen, was nicht so bleiben würde.
Und dann erzähle ich auch, dass ich per Zufall Vanessa bei Aldi beim Einkaufen traf und endlos lange mit ihr geklönt habe. Tat mal gut.
Meine Große hat mir dabei erzählt, dass sie von unserer damaligen Weidenachbarin sogar bei der Arbeit angerufen wurde, um über uns herzuziehen und sie der dann ganz gehörig die Meinung gesagt hat, weil sie das unmöglich fand.

Jürgen im Winter bei der Round-Pen-Arbeit mit unseren drei Pferden. Hier zuerst mit Chiwa.
Tja .. ich habe inzwischen wenig, aber ein bisschen Kontakt zu den Kindern gehabt .. zu Esther, zu Marius und auch zu Manuel .. alles aber nur telefonisch.
Vanessa hatte ich ja persönlich getroffen, wie ich eben erzählt habe.

Tja .. schöne Erinnerungen, wie die Pferde hier mit Jürgen im Round Pen arbeiten.
Heute ist nichts mehr davon Realität und nur noch alles Erinnerung.
Esther konnte uns auch nicht helfen damals, ich habe auch verstanden warum .. aber sie war nett am Telefon. Ich habe gesehen, dass sie mit Super Nova jetzt Cutting übt. Das macht ihr sicher Freude. Ich vermute, ihre Stute ist momentan ein großer Halt für sie.

Jürgen übt mit Thunder.
Er hat zum Herbst noch so ein schönes Winterfell bekommen und wir freuten uns auf den nächsten Sommer.
Thunder würde schon den nächsten Frühling nicht mehr erleben dürfen. Wie gut, dass man manche Dinge nicht im voraus weiß.

Novembernebel. Aber das ist normal.
Jetzt ist Anfang Oktober 18 .. ich weiß noch nicht genau, wie weit ich heute mit Bilanz komme, vermutlich nicht einmal durch das Jahr 2017 durch .. will nur schonmal anfangen weiterzuerzählen.
Tja …mit Marius habe ich wegen seinem Geburtstag zuletzt telefoniert .. er rief mich zurück .. es geht ihm gut .. viel Kontakt ist aber nicht mehr da ansonsten.

Totensonntag 17 bei Mama auf dem Friedhof .. tja .. bald ist wieder Totensonntag.
Mein Gesundheitszustand hat sich sehr verschlechtert, auch wieder verbessert, aber die Alte bin ich noch lange nicht. Eine Weile habe ich gedacht, ich werde bald sterben, so schwach habe ich mich eine Weile gefühlt. Ich habe begriffen, ich muss gut mit mir umgehen, mich gesund ernähren, viel spazierengehen, mich schonen und mir Menschen vom Leib halten, die mir auf die Nerven fallen. Warum erzähle ich Euch noch .. vielleicht aber erst im nächsten Teil.

Auch mit Manuel habe ich vor einer Weile telefoniert. Es passierte eigentlich aus Versehen und fast mitten in der Nacht. Ich wollte ganz früh morgens Jürgen anrufen und habe mich noch müde dabei verwählt.
Manuel war trotz der Tatsache, dass ich ihn offensichtlich aus dem Bett geschmissen habe, sehr nett am Telefon. Auch da ist alles in Ordnung. Es geht allen gut.

Seit Mai 18 steht unsere Weide leer. Sie wurde bisher nicht wieder weiterverpachtet.
Tja .. ich denke, die eigentliche Drahtzieherin, die es so gut verstanden hat, unsere frühere Freundin Michaela Schau für sich einzuspannen, die uns schließlich so sehr hat schaden können, aber selbst immer so tut, als sei sie die Unschuld vom Lande .. nein sie wird ihr Ziel wohl nicht erreicht haben.
Auch andere Menschen können denken und heißen nicht alles gut.

Es regnete und regnete damals in der Vorweihnachtszeit .. viel zu viel.
Damals stöhnten alle, das würde jetzt für immer so bleiben.
Dieses Jahr hatten wir einen viel zu trocknen Sommer .. nun haben alle gestöhnt, das wird nun immer so bleiben.
Ich sage da, wir hatten Siebenschläfer Sonne .. und dieser Sommer war nicht der erste dieser Art, den ich erlebt habe . .. aber nun ja, lass sie stöhnen.

Anfang Dezember 17 .. Jürgen und ich noch in unserem gewohnten Trott mit den Pferden.
Der politische Supergau, den wir inzwischen erlebt haben, hatte auch noch nicht stattgefunden.
Und unser ganz persönlicher ebenso wenig.
Wir freuten uns einfach auf Weihnachten und hofften, es würde endlich mal weniger regnen.

Voriges Jahr war Heu wegen dem Regen fast unerschwinglich .. dieses Jahr ist es wegen der Sommerdürre nicht besser .. aber anders als im vorigen Winter bedeutet das für Jürgen und mich nun nicht mehr, selbst zu hungern, damit die Pferde genug Heu bekommen.
Vorigen Winter waren das harte Zeiten in meiner Küche, denn die Pferde hatten bei uns immer Vorrang vor uns selbst .. jahrzehntelang. Sie waren für uns ja wie Kinder und da macht man das eben so.

Auch Boomi wird allmählich doch sehr alt .. aber noch ist er unser kleiner Sonnenschein.
Ich höre hier mal auf .. Bilanz geht zügig weiter .. werde nach uns nach alles durchgehen bis heute. Es wird halt mal wieder Zeit, alles zu erzählen, was los gewesen ist.
Aber nicht mehr heute Nacht.
Die nächsten Bilder werde ich aus dem Text vom 2.12.17 mit dem Titel „Der Sinn und Zweck unseres Autos“ zeigen und dann weitererzählen.

Es war eine harte Zeit, die wir hinter uns haben.
Und für Deutschland ist gerade politisch eine genauso harte Zeit angebrochen.
Ich erzähle das bald alles .. halt nach und nach .. in den kommenden Tagen.
Nachti Renate

Ursprungslink: https://unserelebensgeschichte.blogspot.com/2018/10/bilanz-mein-leben-in-einem.html

Bilanz – mein Leben in einem kapitalistischen Land – Teil 16

… Wir haben uns ein drittes Pferd gekauft – und wie vermutet, ist die Bundestagwahl jetzt vorbei

Ich beginne meinen Bericht mit einem Rückblick zum 17. Juni 2017, denn kurz davor hatte ich den Teil 15 meiner Biografie für Euch geschrieben.
Das war ja früher mal anders als heute, wo es der 3. Oktober ist, der Tag der deutschen Einheit.
Ich erzähle da alles mögliche über das Thema Pferde, rede über Pflanzen, Hufbearbeitung und vieles mehr.

Ich hatte damals gerade kurz vorher beobachtet, wie unverantwortlich der Bauer, wo wir früher mal mit Chiwa und Prima in Klein-Kühren in Pension standen, sein Heu macht … er mähte vor einem Regenschauer, wendete das Heu im Regen, schwaderte es einen Tag danach und rollte es zwei Tage später in große Rundballen, die er noch nichtmal auf der Weide auslüften ließ .. und das auf einer Weide, die bei näherer Betrachtung auch noch durchsetzt mit Sumpfschachtelhalm ist .. also eine Zeitbombe für jedes Pferd . .auch jedes, das so stabil ist, so ein Heu vorübergehend ohne zu erkranken zu vertragen .. denn jede Kolik . auch eine spät erfolgende .. kann immer tödlich enden.

Ein wenig später erzähle ich was über einen Text, den ich per Zufall im Internet gefunden habe .. darüber, wann Kinder erwachsen geworden sind .. ich zitiere mal den Anfang davon hier hinein:
Ich habe gerade einen interessanten Text gefunden, der genau das beschreibt, was ich immer gesagt habe .. wer seinen eigenen Eltern nicht zugesteht, dass sie auch nur Menschen waren und ihnen vergibt, der wird nie erwachsen werden und ständig Probleme mit Autoritäten, seinem Partner und vielen anderen Menschen haben.

Nur wer endlich versteht, dass seine Eltern auch nur ganz normale Menschen waren, die ihr Bestes versucht haben und dabei zwangsläufig auch mal was falsch gemacht haben und sie in Ruhe das lässt, was sie sind, nämlich Menschen mit Stärken und Schwächen, die man weder in den Himmel heben noch verteufeln muss, sondern zurücklieben kann so wie sie sind .. der kann auch endlich erwachsen werden.

Ich glaube, dass ich das geschafft habe … und ich war so auch in der Lage, meine eigene Mutter, als sie im Alter ganz hilflos und entsetzlich schwierig, da komplett dement, war, bis zu ihrem Tod zu pflegen.

Als sie starb, hat sie mir erzählt, wie sehr sie sich immer ein Kind gewünscht und wie sehr sie mich geliebt hat und dass ich immer für sie da gewesen wäre, obwohl sie doch so eifersüchtig auf meine Partner war ihr Leben lang .. aber nun sei sie froh, dass ich einen guten 2. Mann gefunden hätte und könnte in Frieden sterben, denn er würde für mich sorgen.
Ob meine Kinder das später auch mal so von sich sagen können, weiß ich nicht. Bisher sind sie alle meilenweit davon entfernt, mir als ihrer Mutter zuzugestehen, dass ich ein ganz normaler Mensch mit Stärken, aber auch Schwächen bin und mein Bestes gegeben habe, sie so zu erziehen, dass sie lebensfähige Menschen geworden sind.

Und ich glaube, dass habe ich ganz gut hinbekommen, wenn schließlich sind alle beziehungsfähig, recht gebildet und in der Lage, auch längerfristig einen Job auszuüben, für ihre Kinder zu sorgen, sofern sie welche haben und mehr .. war es so falsch, was ich geleistet habe?

Eigentlich hatten wir einen schönen Sommer, aber trotzdem kein Wetter zum Schwimmen, nichtmal für unseren Hund .. weil alles voller Blaualgen war .. siehe Foto oben. Ende Juni erzähle ich, dass ich sehr beruhigt war, weil ich da erfahren hatte, warum sich Marius so lange nicht gemeldet hat .. der ist nämlich umgezogen und ich hatte länger mit Esther telefoniert, auch richtig nett. Deshalb hatte er also nicht drauf reagiert, als ich ihm schrieb, unsere Blanka ist gestorben, was mich doch sehr verunsichert hatte.

 Am 25. Juni wusste ich, dass wir ein drittes Pferd dazu bekommen würden .. das Foto rechts ist aber schon bei seiner Ankunft aufgenommen worden .. und erzähle das im Blog.
Ich stelle ihn da so vor:
Das ist Thunder, 22 Jahre alt, 1,55 m Stockmaß, noch bedingt reitbar … 500 Euro, Ratenzahlung klappt, seit April 17 dort, wo er jetzt ist und nicht so wirklich das Richtige für das Kind gewesen, das ihn bekommen hat, weil er aus dem Schritt immer sofort in den Galopp geht.

Am 30. Juni erzähle ich dann, dass wir alle Vorbereitungen für die Tour, um Thunder abzuholen, nun fertig hätten. Tja … das waren schon aufregende Tage. Was auch schön war .. als ich den Kindern Bilder davon schickte, hat Esther geantwortet und mir dabei sogar zum Geburtstag gratuliert .. nach Jahren zum ersten Mal .. nur per mail .. aber es hat mich halt sehr gefreut.

Ja … am 1. Juli 17 ging es dann los die lange Tour bis nach Friedrichskoog, wo Thunder vor uns ein Vierteljahr sein zu Hause gehabt hatte. Ankes Mann Dennis war mitgekommen, weil der gut Hänger fahren kann, falls unterwegs was gewesen wäre mit rückwärts fahren. Oben Boomer aus dem Auto raus mit Blick auf den Deich dort .. und rechts ein ganz lieber Thunder, der auch brav eingestiegen ist .. denn das war unsere einzige Sorge, dass er vielleicht nicht in den Hänger gehen könnte.

Dass Dennis mitgekommen war war super, denn so konnte er den Pferdehänger mit Thunder bei uns vor die Schleuse stellen und er konnte sicher aussteigen und auf die Weide laufen.

Prima und Chiwa waren natürlich sehr aufgeregt, als da ein neues Pferd ankam.

Zu Anfang hat sich Prima verhalten wie immer und gut aufgepasst, dass ihrer Chiwa ja nichts passiert und Thunder hat vorsichtig erstmal Abstand gehalten.

Das dauerte aber nicht sehr lange. Schon abends war er dann näher an die beiden rangerückt und graste schon in ihrer Nähe.

Diese beiden Bilder sind von abends … oben gab es Müsli für alle und etwas später habe ich dann das Bild links aufnehmen können, wo Thunder schon ganz in der Nähe von Prima und Chiwa mitgrasen durfte.

Er passt super in unsere Dreierherde und ergänzt die beiden Stuten ganz toll, hat auch einen ganz lieben Charakter.

Abends haben Jürgen und ich dann beim Essen mit diesem netten Mix-Getränk auf Thunder angestoßen, damit auch alles gut geht.

Das war auch nötig, denn der Schreck in der Abendstunde kam nur kurz darauf .. und hatte wie so oft wieder was mit den Aktivitäten unserer Stalkerin zu tun.

Diese Frau lässt wirklich nichts aus, was krankhaft boshaft ist.

Schon nach nur ein paar Tagen, als ich abends genussvoll Schollen gebraten habe und wir uns aufs Essen freuten, rief Thunders Vorbesitzerin an .. voll panisch .. wollte ihn wieder bei uns abholen .. weil sie nach einem Anruf von unserer Stalkerin Angst hatte, er hätte es bei uns nicht gut.

Hat diese Frau doch nicht überall bei Facebook gefragt, ob jemand aus Friedrichskoog käme .. und dann klar ein junges Mädel gefunden, die Thunder auch kannte, weil sie eine der Töchter seiner Vorbesitzerin kennt … die dann total verhetzt.

Raffiniert wie immer hat sie natürlich nicht selbst öffentlich schlecht über uns gesprochen, sondern das junge Mädchen solange über die Facebook-Privatnachrichtenfunktion total verhetzt, bis die in ihrem eigenen Namen in einer örtlichen Gruppe geschrieben hat, er sei bei uns bösen Tierquälern gelandet und müsste da unbedingt wieder weg.

Die Nachbarn .. es gibt da viele Leute, die Ferienwohnungen vermieten und Pferde für ihre Feriengäste haben und so … waren voll in Aufruhr und bei Thunders Ex-Frauli lief das Telefon heiß.

Schließlich haben sie dann auch noch selbst miteinander telefoniert und auch geschrieben und klar wurden wir dann von dieser Stalkerin als vorbestrafte Tierquäler, Heudiebe und sonstwas schlecht gemacht.

Wir haben da was schriftlich .. sowohl von dem jungen Mädchen als auch von Thunders Vorbesitzerin .. Strafanzeige läuft.

Beim Amtsgericht klar nicht .. die Frau ist ja, wie sie immer so dolle laut rausposaunt, Juristentochter .. und klar versuchen die Richter da dem Kind ihres inzwischen verrenteten Ex-Kollegen zu helfen …da läuft eine Beschwerde .. zunächst mal beim Amtsgericht .. auf rechtliches Gehör .. und sollte das nichts nutzen, geht das alles vors Bundesverfassungsgericht … sowas dauert und wann ich Euch was über das Ergebnis berichten kann, ich habe keine Ahnung.

Ja .. und ansonsten meldete sich auch Maruis kurz und erzählte mir, er hätte ja momentan so sehr viel um die Ohren, aber sonst wäre alles gut .. und Esther hat mir wie gesagt, sogar zum Geburtstag gratuliert .. erwähnte dabei aber auch am Rande, dass sie auch gehört hätte, wir hätten schon wieder Ärger mit unserer Stalkerin … insofern kann ich mir lebhaft vorstellen, was da alles bei Facebook über uns kursiert .. und das werden Jürgen und ich uns nicht unbegrenzt gefallen lassen .. die Frau muss dafür bestraft werden und laut der neuen Stalking-Gesetze reicht es heute auch aus, einen bis aufs Blut zu nerven .. es muss nicht mehr in eimem Mordversuch gipfeln wie früher, bis die Staatsanwaltschaft aktiv werden muss. Ich hoffe, dass das in der Realität dann auch wirklich so laufen wird .. denn dieses Gesetz ist ja noch ganz neu.

Zwischendurch hatten wir auch den einen oder anderen Besuch bei den Pferden wie hier bei einer kleinen Grillparty mit Kalli.

Aber auch wieder Extra-Ausgaben, weil wir einen Plattfuß hatten und dann ist uns auch noch ein Nummernschild abgefallen, und das in Friedrichsort in der Nähe von unserer Freundin Maggi, die wir auch mal besucht haben im letzten Sommer. Aber sowas kommt halt vor.

Maggie und ich an der Ostsee.

Ruby und Boomer haben da fleißig Stöckchen geholt, die Jürgen für sie geworfen hat.

Mal abgesehen von eigentlich unwesentlichem Stress, wenn man sich sagt, was unsere Stalkerin tut, sollten wir einfach nicht ernst nehmen und Shit wie Reifen platt oder Nummernschild weg .. that happens … ist nunmal so, auch wenn das Haushalten wie unserem als Hartz-IV-Aufstocker sicher schwerer fällt als einem Haushalt, wo das Geld noch ein bisschen reichlicher vorhanden sein mag.

Am 30. Juli wäre meine Mama 97 geworden, wenn sie noch leben würde, und auf ihrem Grab hatten sich wie jedes Jahr um diese Zeit wieder die Buntnesseln vermehrt wie sonstwas. Diese Pflanzen sind einfach nicht totzukriegen, obwohl ich sie jedes Jahr im Spätsommer komplett ausreiße.

Auf unserem Weideland entdecken Jürgen und ich nach und nach immer mehr Rote-Liste-Arten, sowohl unter den Pflanzen als auch den Tieren, so wie oben diesen sehr seltenen Schmetterling.

Na ja .. und wir genießen es, dass wir diese schöne Ecke haben und die Herde jetzt auch komplett ist, denn das war wichtig, sollte mal eines der Tiere ernsthaft krank werden. Gott sei Dank ist das bisher nicht so .. alle sind kerngesund.

Die Grashüpfer wurden wieder zahlreicher .. wie der oben auf dem Bild .. wir fingen auch an, mit den Pferden Bodenarbeit zu machen … also alles war nett.

Inzwischen haben wir unseren Thunder übrigens ganz abbezahlt und er ist jetzt offiziell wirklich unser Pferd. Das war manchmal gar nicht so leicht, denn wir schwimmen ja nicht im Geld, aber wir sind stolz, dass wir das geschafft haben, auch wenn es zuweilen manchmal bei mir eine echt arme Küche gab.

Auch im August habe ich Zahnweh bekommen und musste mir einen Zahn ziehen lassen. Nun habe ich nur noch 4 eigene Zähne, der Rest ist künstlich .. aber so ist das halt im Alter. Da muss man durch.

Der Sommer war recht wechselhaft mit genug Regen, aber auch viel Sonnenschein .. und rechts könnt Ihr sehen, dass mein Mann Jürgen in Thunder jetzt auch ein Pferd hat, auf dem er ab und zu ein bisschen auf der Weide reiten kann … Thunder ist sehr lieb und lässt sich gut reiten .. ist natürlich ein altes Pferd, das nicht mehr dabei überlastet werden darf .. aber das will Jürgen ja auch gar nicht .. dem genügt ab und zu mal eine kleine Runde um die Weide rum.

Ich glaube, man kann hier aus diesem Bericht rauslesen, unser Leben ist ziemlich bescheiden, aber wir sind glücklich dabei.

Das was uns wichtig ist, schaffen wir zwar oft nur so gerade eben zu bezahlen, aber wir schaffen das.

Unseren Job als Texter üben wir klar nach wie vor aus .. man wird davon auch heute noch nicht reich, aber er macht Spaß.

So ging dann auch der August rum wie meistens bei uns .. mit vielen Spaziergängen mit dem Hund .. der Arbeit bei den Pferden und auch ein bisschen Spaß mit ihnen bei der Bodenarbeit und für Jürgen beim Reiten .. und unserem Texter-Job .. und abends koche ich wie sonst auch immer noch gern.

Der September war dann ja der Monat der Bundestagswahl.

Im September hatten wir Besuch von Bekannten aus Saarbrücken, die an der Ostsee Urlaub gemacht haben und erfuhren, dort ist die Landesbauordnung noch viel krasser als die in Schleswig-Holstein.

Tja .. unsere Politiker denken oft nicht bis zu Ende und wundern sich dann, wenn die Leute sauer werden, die mit solchen Gesetzen konfrontiert werden.

Kalli kam zu unserer kleinen Besuchsrunde später auch noch dazu, der besucht uns ja sehr oft bei den Pferden, und die Pferde mussten natürlich dann auch alle mal zeigen, was sie so können. Haben auch alle ganz toll gemacht.

Außer dass wir selbst unsere tägliche Routine rund um Job, Hund und Pferde gelebt haben oder mal mit Freunden zusammengesessen haben, habe ich mit in den Wochen vor der Bundestagswahl auch sehr abgemüht, alle Wahlprogramme in der Langversion von vorn bis hinten durchzulesen .. und nicht nur das, ich habe auch noch in unserem Armuts-Blog darüber geschrieben . also es zusammengefasst, was drin stand.

Das war richtig viel Arbeit.

Im September war auch Dorffest in Schellhorn und es gab eine Ausstellung, wo auch die Straße drin vorkam, wo ich lange zu Hause war. Also habe ich mitgeholfen, da ein bisschen Geschichte zusammenzutragen.

Jürgen und ich trafen viele meiner früheren Nachbarn dort und auch meine früher beste Freundin, die gerade zum 2. Mal Oma geworden war . sogar von Zwillingen .. aber auch ihren Bruder begraben musste. Ich gab ihr meine Telefonnummer, aber gemeldet hat sie sich nicht.

Am 13. September fegte der erste Orkan übers Land und demolierte bei unseren Unterständen einiges. Es ließ sich aber wieder reparieren.

Auch im September entdeckte ich, dass Esther wieder mit Super Nova beim Johnny Cash Festival in Kiel aufgetreten ist .. siehe links.

Ebenfalls im September machten Jürgen und ich gemeinsam mit Maggie und Toddy und einen kleinen Mädchen, das Toddy häufiger mit zu unseren Pferden mitbringt, einen Ausflug zum Tag des Pferdes in Bormsdorf.

Wir trafen da auch unsere frühere Nachbarin Kirsi und eine ihrer Töchter, die etwas mit ihrem Pony vorführte und die Ex von meinem Sohn Manuel Sonja, die in Bormsdorf immer sehr aktiv dabei ist und ihren Friesen Jurbe mithatte.

Draußen zeigten sich die ersten Herbstblätter, die Kastanien fielen auch runter .. und am 21. September war dann ja auch die Bundestagswahl.

Jürgen und ich wählten nach langer Überlegung und viel Lesen der langen Wahlprogramme grün.

Am meisten hat uns beide beim Lesen der Wahlprogramme aufgeregt, dass die CDU zum Auftakt ihres Wahlprogramms schrieb, den Menschen in Deutschland ginge es besser als jemals zuvor.

Jürgen und ich fragten uns, wie  eine Partei nur so unrealistisch sein kann.

Nun das Ergebnis hatten sie dann abends, als die Hochrechnungen begannen, konkreter zu werden.

Momentan sind sie immer noch am Verhandeln mit mit FDP und den Grünen wegen einer Jamaika-Koalititon. Die SPD hat voll gefrustet von der Zeit davor gesagt, sie stehen für eine große Koalition nicht zur Verfügung.

Sie sondieren jetzt schon wochenlang, ob sie gemeinsam regieren könnten oder nicht.

Spätestens morgen Abend wird es wohl feststehen, ob sie einen gemeinsmen Weg gefunden haben, es Neuwahlen gibt oder aber eine sogenannte Minderheitsregierung. Sowas hatten wir bisher noch nie in Deutschland.

Nun ja .. ich glaube, es waren auch noch selten so viele Menschen so unzufrieden mit der Regierung eines Landes wie heute … und da reden die von es ging den Menschen ja noch nie so gut wie zur Zeit.

????

Da fasst man sich doch an den Kopf.

Die Wahl war also vorbei .. es gab Heidekraut für Mamas Grab .. und das Wetter war nicht mehr immer perfekt und regnete auch gelegentlich recht viel.

Mit den Sondierungen für ihre Jamaika-Koalition wollten die Parteien warten, bis die Niedersachsenwahl vorbei wäre .. nun gut.

Und nun sondieren sie schon mindestens einen Monat lang, ohne sich auch nur halbwegs einig geworden zu sein.

Sie sondieren und sondieren und ich vermisse dabei, mal was darüber zu lesen, dass sie auch nur ansatzweise darüber geredet hätten, warum in Deutschland jedes Jahr immer mehr Menschen und darunter auch viele Kinder und Alte unter die Armutsgrenze rutschen … warum in Deutschland immer mehr Menschen sowas Wichtiges wie der Strom abgestellt wird .. warum die Zahl der Obdachlosen, wozu auch viele der neu da gekommenen Flüchtlinge gehören, so wie ich es auch vermutet hatte, dramatisch zugenommen hat und weiter zunimmt.

Bei unserem Auto war ne Birne kaputt .. selbst sowas kostet heute ein Vermögen und es war toll, dass Jürgen es geschafft hat, das Ding selbst auszutauschen, was gar nicht einfach war.

Und die Lebensmittelpreise steigen und steigen in schwindelnde Höhe .. und Jürgen und ich kriegen ab 2018 zum Ausgleich dann jeder lächerliche 6 Euro mehr im Monat .. und das ist jedes Jahr so wenig beim Regelsatz .. aber darüber sondieren sie auch nicht.

Weil jetzt ja auch Thunder da ist, wurde es Zeit, den dritten Schutzraum für die Pferde aufzustellen .. das Wetter war eine Weile verdammt nass .. und damit das alles perfekt wurde, haben Jürgen und ich uns auch noch zur gleichen Zeit den Ischiasnerv eingeklemmt .. aber auch das inzwischen wieder überstanden.

Aber es gibt Schlimmeres … ich würde sagen, was ich hier erzähle, ist immer noch eher positiv als negativ .. es geht uns im Prinzip gut.

Mein Ex meldete sich auch mal wieder bei Jappy nach vielen Monaten und erzählte mir, er ist jetzt Rentner und war gerade in Schweden .. aber viel schreibt er ja nie .. deshalb kann ich auch nicht viel von ihm erzählen.

Manuel habe ich per Zufall online in den Kieler Nachrichten gefunden .. und sogar Jarvin .. mit nem ganz chicen Ami-Schlitten. Sie waren damit am Wahltag auf einer Oldtimer-Ausstellung in Neumünster.

Auch wenn Manu mir grundsätzlich nicht antwortet, wenn ich mal ne E-mail mit Grüßen schicke und ich mich schon gar nicht mehr traue, da mal einfach anzurufen .. es freut einen als Mutter doch zu sehen, dass es ihm und auch meinem Enkel gut zu gehen scheint .. ich finde, Jarvin hat recht viel Ähnlichkeit mit seiner Mutter.

Esther stellte dieses wirklich schöne Profilfoto bei Facebook rein … sie sieht gut aus und ich hoffe, es geht ihr auch so gut wie das rüberkommt.

Per Zufall habe ich ja mitbekommen, dass sie Rocky verkauft hat und nur Super Nova behalten, weil ihre Beziehung nicht gehalten hat.

Das hat mir sehr leid getan . .andererseits findet man ab und zu, wenn man ihren Namen und Bilder bei Google eingibt, so schöne Bilder von ihr bei tollen Reitausflügen mit ihren Freundinnen.

Ich sehe das positiv .. sie wird wieder auf die Beine kommen bzw. ist es wohl schon.

Ansonsten .. es war halt Oktober und herbstelte immer mehr.

Hier im Haus erlebten wir einen heftigen Polizeieinsatz. Einer unserer Nachbarn mit einem doch ausgeprägten Alkoholproblem geriet sehr mit unserem Hausmeister aneinander und kam hoch und sagte, der würde seine Wohnung aufbrechen und hätte ihn geschlagen.

Vorher war er schon bei einem anderen Nachbarn, der wohl die Polizei gerufen hatte .. und dann erschienen hier 4 Streifenwagen mit insgesamt 8 Polizisten. Na ja … was immer da los war .. er ist jetzt wieder in seiner Wohnung und hatte vermutlich Angst, sie nicht behalten zu können .. soweit ich es ermitteln konnte, wollte ihm der Hausmeisten nur helfen reinzukommen, weil er seinen Wohnungsschlüssel nicht hat finden können .. nun ja.

Auf die dumme Tour kamen wir dann auch mal mit anderen Nachbarn ins Schnacken und einer davon ist hochgradig süchtig .. liegt vom Alter her zwischen meinen beiden Großen und meinen beiden Kleinen .. aber hat mir erklärt, er würde keinen Sinn im Leben sehen, also wäre es ihm auch egal, früh zu sterben.

Er war immer schlecht in der Schule, sieht keine Perspektive für sich. Tja .. das ist das Land, in dem ich lebe .. und unsere Politiker sondieren immer noch.

Diese Sache erinnerte mich an meine späte Schulzeit, wo ich schon damals das Gefühl hatte, unsere Politik lässt eine Jugend heranwachsen, wo nur die Menschen eine Perspektive haben, die besonders leistungsfähig sind .. alle anderen bleiben auf der Strecke .. und das wird zu Drogensucht ohne Ende führen.

Und auch das lässt sich statistisch belegen und ist in USA noch viel schlimmer als in Deutschland .. wobei ich nicht beschönigen möchte, dass Deutschland auf dem Vormarsch ist.

Dazu passt auch das Thema Altersarmut und Kinderarmut gut.

Unser Freund Kalli hat zwei Jobs und ist sehr fleißig und kommt so gerade mal so eben und eben ein paar Euro über den Hartz-IV-Satz.

Jürgen und ich haben nur einen und sind schon älter und nicht mehr ganz gesund .. wir schaffen das nicht mehr ohne aufzustocken wie die meisten alten Leute, die nicht bis zur Rente durchhalten.

Das alles war schon in den 90-ger Jahren gut abzusehen … dass alle auf der Strecke bleiben werden …. die nicht so Leistungsfähigen schon in der Jugend und grundsätzlich … ältere Menschen, die nicht mehr so fit sind wie in jungen Jahren .. und da die Löhne so niedrig sind, natürlich auch alle Menschen, die sich ein paar mehr Kinder gegönnt haben .. obwohl wir diese Kinder, die diesen vermeintlichen Sozialstaat doch aufrecht halten sollen, doch dringend brauchen.

Tja .. als das Fallobst leicht zu finden war und wir wie so oft wieder mal pleite, habe ich uns oft Äpfel gesammelt und so kostenlos Kompott machen können .. na ja fast .. Zucker musste natürlich noch dazu .. und Zimt.

Arm zu sein ist nicht immer leicht zu ertragen . .man gewöhnt sich nur daran.

Es macht mich stocksauer, wenn dann Leute kommen und sagen, aber wir hätten doch einen Hund und unsere Seniorenpferdeherde.

Inzwischen gibt es viele, die noch nicht ganz auf der Schnauze liegen, die gönnen denen, die Sozialhilfe oder ALG II ganz oder auch nur was dazu kriegen, nicht mehr als ne Wohnung und das blanke Essen . und das so billig wie möglich .. nichts sollen diese Menschen mehr haben .. gar nichts, was vielleicht noch Freude macht .. und was man unter Teilhabe verstehen würde.

Und von Teilhabe haben unsere Politiker doch so viel geschwafelt .. auch bei kinderreichen Familien und eben uns Alten, die ja im Leben auch oft viel geleistet haben, bevor es bergab ging.

Bei einem Spaziergang Ende Oktober entdeckten wir übrigens, dass seltsamerweise die Weidehütte, von der aus diese Gaststute voriges Jahr zu uns rübergekommen war und wo im Sommer noch wieder zwei andere Pferde standen, abgerissen worden ist …das ist schon sonderbar und wir fragen uns wieso das passiert ist.

Da könnte doch jemand hinterstecken, die ich gefressen habe wie 10 Pfund grüne Seife .. aber es kann auch einen anderen Grund haben.

Rauskriegen werden wir das sicherlich nicht.

Tja und als ich Pferdefutter kaufen war, erzählte mir jemand, ich würde ja zur Familie gehören … der Mann meiner Vanessa arbeitet ja dort und scheint von seiner „bösen Schwiegermutter“ sicherlich viel Ungutes erzählt zu haben.

Tja … das regte mich dazu an, mal einen Text zu verfassen darüber, warum denn die diversen Beziehuhungen meiner Kinder mal in die Brüche gingen .. und dass ich ganz sicher in keinem Fall der Grund dafür war.

Tja .. und sollte mal einer der Beziehungen meiner Kinder, die noch besteht, deshalb nicht halten, weil da sogar verboten wird, die eigene Mutter zu besuchen, obwohl das sicher nicht dem Wunsch dieses Kindes entspricht, das nur den Weg des geringsten Widerstandes geht, wenn es sich an so ein Verbot hält .. auch das wäre nicht meine Schuld.

Auch ich bin mal nach 36 langen Jahren sehr alt aus einer Ehe ausgebrochen, in der ich eben nicht wirklich glücklich und vor allen Dingen nicht frei in meinen Entscheidungen war.

Wirklich mal ohne Stress kriegten wir übrigens vor einer Weile ein bisschen überzahltes Geld für Nebenkosten von neuen Vermieter zurück und das Jobcenter sagte, ja dürfen wir behalten, weil vom Regelsatz selbst bezahlt.

Mit dem alten Vermieter und dieser Rückzahlung für 2015 sind wir immer noch am Klagen und ich habe keine Ahnung, was da mal rausbrät.

Mamas Grab ist zum Totensonntag auch fertig . und weil Aldi ein süßes und preisgünstiges Gesteck da hatte, sogar unter 10 Euro. Ich mag es leiden.

Und die letzte Schwierigkeit, in diesem Winter nach dem doch sehr verregneten August Raufutter für unsere Hoppas zu kriegen, hat sich auch regeln lassen, obwohl das zuerst echt schwierig aussah.

In der Nähe kriegten wir nur noch eine kleine Portion Heu .. also zuerst bei den typischen Heu- und Heulage-Anbietern .. aber dann hatte ich nach einem langen Tag und viel Telefoniererei die rettende Idee … und fand ganz tolle Heulage bei unserem Pferdefutterhändler und kriegte da die Auskunft, sie kriegen jeden Winter auch immer genug Kleinballen Heu und Stroh rein.

Tja .. da werden wir dann bleiben .. das Müsli und die Leckerlis und vieles mehr kaufe ich da sowieso schon seit Jahrzehnten.

Tja .. und mit diesem stimmungsvollen November-Bild höre ich dann mal heute auf.

Wir haben jetzt den 18. November 2017.

Und wenn ich den nächsten Teil von Bilanz schreibe, werde ich wohl auch erzählen können, was denn nach dem Sondieren unserer Parteien passiert ist und ob sich in Deutschland endlich mal was in Sachen mehr sozial getan haben könnte oder nicht.


Sie haben ja alle Schiss, dass noch mehr Leute die AfD wählen könnten, also müssen sie sich wohl Mühe geben, das Volk bei der Stange zu halten.

Keine Bange .. ich wähle ganz sicher nicht die AfD. Ich bleibe bei grün .. die machen ihre Sache in meinen Augen nämlich ganz gut.

LG
Renate

Ursprungslink: http://unserelebensgeschichte.blogspot.com/2017/11/bilanz-mein-leben-in-einem.html

Bilanz – mein Leben in einem kapitalistischen Land – Teil 15 – Abschnitt b

Über eine relativ ruhige Zeit von Ende September 16 bis Mitte Juni 17

Na ja … die Freude auf das bald eintrudelnde neue und dann auch gut für alle reitbare Pferd schweißte trotz aller offensichtlich schlimmer werdenden Probleme mit den beiden anderen sehr zusammen.

An Trennung von unserer Reitbeteiligungsfamilie hat Ende März von uns wirklich keiner gedacht, dazu freuten wir uns alle viel zu sehr auf Lenny, auch Anke, die ja auch dazu gehören wollte.

Es ging auf Ostern zu und unsere Nachbarn hängten wie jedes Jahr ihre umhäkelten Ostereier in den Garten. Jürgen baute für den Einzug von Lenny die Schleuse um, damit er samst Pferdehänger gut ankommen konnte .. tja .. und dann erzählte ich, dass mein gmx-Postfach voll wurde und ich ausmisten musste und mir beim Löschen nochmal die alten E-mails angeschaut hatte und man doch vieles im Laufe der Jahre verlegt .. was mir die Ex-Freundin und damals wie heute ja Partnerin des Ex-Mannes meiner beiden jüngeren Kinder alles schrieb .. es zieht einem die Schuhe aus .. echt.

Tja … so eine falsche Schlange .. ich habe mich damals laufend gefragt, wer hinter meinem Rücken gegen mich Ingrigen stiftet und vor allen Dingen erst recht, wer in der Lage sein könnte, an mein damals noch auf einem Privatserver befindliches E-mail-Konto und alle meine Passworte für sonstwas und auch Jürgens hatte kommen können, um uns Streiche zu spielen, die alles waren, nur nicht witzig und fast mein ganzes Leben zerstört haben.

Es war diese Frau, die mir damals so viel schrieb und so tat, als würde sie sich große Sorgen um meinen Jüngsten machen .. dabei hatte sie längst ein Verhältnis mit dem Mann meiner Tochter und natürlich Zugang zu allen intimen Daten von mir über den Server meines Sohnes, der ihr doch vertraute und ich auch.

Tja .. es ist gut, sowas nach fast 10 Jahren nochmal zu lesen .. ich habe alles aufgehoben, das lösche ich auch garantiert niemals .. sowas muss im Gedächtnis bleiben, jedenfalls in meinem.

Auch wenn ich ein sehr gutmütiger Mensch bin, ich kann auch nachtragend sein .. wenn jemand es mit mir übertrieben hat .. und was diese Frau mir angetan hat und nicht nur mir …eigentlich meiner ganzen Familie .. das sollte niemals vergessen und schon gar nicht verziehen werden.

So .. nun werde ich erstmal einen Text von Jürgen gegenlesen, kochen und später geht es mit dem April 17 hier weiter.

Am 4. April war mir dann klar, dass das mit Lenny ein Aprilscherz war .. aber noch warteten wir damals ab, denn dieser Bauer hatte doch ernsthaft am Telefon gesagt, er würde das Pferd bringen, wenn es regnet. Ich habe das aus dem Bauch raus schon da nicht geglaubt, aber schrieb noch was von, dass wir in der Luft hängen würden und das eine unschöne Situation sei.

Und wegen der Probleme mit Chiwa und Prima war uns dann auch allmählich klar, dass wir mit den Kindern üben müssten, wie man mit Pferden umgeht.

Wir hatten uns überlegt, für die Kinder und selbst ihre Mama einen Trail anzulegen und erstmal reine und ganz einfache Führübungen mit den Pferden mit ihnen zu machen.

Chiwa hatte inzwischen auch versucht, Jürgen beim Reiten abzuwerfen und rebellierte genauso energisch wie Prima gegen alles. Es war mir auch aufgefallen, dass unsere beiden Pferde den Kindern nicht entgegengehen, wenn sie kommen .. und das ist für Chiwa und Prima alles, aber nicht normal, wenn sie ihren Menschen vertrauen.

Der Palmsonntag vor Ostern war ein herrlicher Tag. Die Osterferien hatten begonnen und die Mami unserer Reitkinder hatte nun bei der Arbeit viel zu tun. Die Kinder waren eine ganze Woche mit dem Vater bei ihr in einem Wohnwagen und deshalb auch nicht bei den Pferden und wir stellten fest, wir kamen mit Chiwa und Prima wieder besser klar .. was man rechts bei Jürgen und Prima auch gut sieht.

Der politische Disput mit Ines hatte noch nicht stattgefunden, noch war auch da eitel Sonnenschein.

Die Pferde warfen zunehmend ihr Winterfell ab und wir hatten allmählich aufgegeben, noch auf die Ankunft von Wallach Lenny zu warten.

Über die Osterzeit regnete es viel, aber auch bei diesem Dauerregen kam kein Lenny bei uns an.

Dafür wurden Chiwa und Prima mit uns alleine wieder zunehmend zutraulicher und wir freuten uns darüber.

Ich kochte uns was Schönes, denn das Geld für Lenny war ja nun übrig und wir schauten uns am Ostermontag einen Konik auf einer Insel im Nord-Ostsee-Kanal an. Auch dieses Pferd erwies sich als Satz mit X und wäre dafür, dass es gar nichts konnte, viel zu teuer gewesen.

Wir trugen das mit Fassung.

Durch die Mitgliedschaft in diversen Schlachtpferde-Gruppen bei Facebook entwickelte ich auch die Idee, warum es heute so schwer ist, ein einfach nur altes Pferd zu einer Gruppe genauso alter Pferde dazuzukaufen.
Der Handel mit dem Mitleid ist nämlich ein Bombengeschäft .. es werden Höchstpreise für alle Arten von Tieren erzielt, wenn nur vorher gesagt wird, die müssen sonst sterben, auch mit alten Pferden genauso wie mit Hunden und Katzen.

Unsere Reitbeteiligungsfamilie tauchte nach Ostern auch wieder auf, weil auf Arbeit nun weniger zu tun war und wir fingen mit den Trail-Übungen an .. und stellten fest, was wir allen im Dezember und Januar mal so genau erklärt hatten, davon war aber auch gar nichts hängengeblieben. .. Also überlegten wir, sie von Grund auf alle zu unterrichten.

Ich hatte Marius zum Geburtstag gratuliert und er schrieb mir daraufhin am 23.4., er würde uns im Juni besuchen kommen, denn da hätte er Urlaub .. tja .. aber als ich ihm nun schrieb, Blanka ist gestorben, kam genauso wenig Antwort wie auf meine beiden danach folgenden E-mails, wo ich dann zuerst gefragt habe, wann er denn nun kommt und danach, ob wirklich alles in Ordnung bei ihm sei .. denn er schrieb mir ja in der letzten Zeit immer, es ginge ihm sehr gut.

Ich mache mir große Sorgen um Marius, wenn ich ehrlich bin.

Aber nun weiter im April. Es waren noch Osterferien, die Reitkinder nach wie vor meistens bei ihr Mama im Wohnwagen und unsere Pferde wurden zunehmend ruhiger und die Alten. Wie schön, dachten wir, das wird nun wieder .. aber das war ein Trugschluss.

Die Bodenarbeit im Trail klappte alleine mit mir und Jürgen super .. selbst mit Chiwa an einer Hand und der Kamera in der anderen, um Jürgen aufzunehmen, ging das toll mit meinem Pony .. und Jürgen hatte mit Prima ebenfalls keine Probleme.

Aber das würde nicht so bleiben, wenn die Osterferien vorbei wären. Leider.

Am 27.4.17 waren Jürgen und ich 10 Jahre zusammen und ich schrieb einen kleinen Rückblick über diese Zeit.

Und am 28.4.17 schrieb ich in den Blog, dass ich abends davor stundenlang mit Esther darüber geredet hatte, dass wir unsere Reitbeteiligungsfamilie wegschicken müssen.

Was war passiert?

Als die Osterferien vorbei waren und die Kinder wieder laufend bei den Pferden, ging das Theater von vorn los .. ich redete mit der Mama .. wir versuchten noch einiges, aber stellten fest, die Pferde akzeptieren diese Kinder einfach nicht, auch nicht die große Tochter.

Weil meine Tochter ja nun eine sehr umfangreiche Ausbildung als Erzieherin, Western-C-Trainerin und im Therapeutischen Reiten hat, die 8 Jahre gedauert hat, bat ich sie um Hilfe.

Tja und ihre klare Auskunft war, diese Familie macht unsere Problempferde kaputt, ich muss hart sein und sie alle wegschicken.

Tja .. es tat mir leid, aber es ging nicht anders und war auch richtig, denn inzwischen haben wir wieder zwei vollkommen normale Pferde. Es waren keine Fremden, es lag von Anfang an an diesen viel zu hektischen Menschen.

Esther erzählte mir noch etwas darüber, dass die sich zu Super Nova einen Friesen-Mix namens Rocky gekauft hatte und bei ebay auch keine Reitbeteiligung hatte finden können. Und sie fragte mich unter anderem auch, ob ich mir nicht Sorgen um meinen Jüngsten machen würde .. wir kamen darauf, weil sie mir erzählte, sie kriegt nun auch das Lipödem, ich habe ihr das leider vererbt und ich sagte, damit muss man halt leben genauso wie ihr Bruder damit, dass er eine Glatze kriegt. Ja und da fiel dieser Satz .. und da er nun immer noch nicht geantwortet hat, obwohl er doch zu Besuch kommen wollte, ich bin ziemlich beunruhigt. Gut, seine Schwester hat mir gesagt, ihr Freund und Marius arbeiten ja zusammen und ich würde von ihr erfahren, wenn mit ihm etwas passiert. Sie war immer dann da, wenn ich sie dringend gebraucht habe, jetzt auch wieder. Ich hoffe also, sie wird das auch tun.

So .. nun geht es bald weiter mit Mai und Juni, zwei eher sehr ruhigen Monaten im Wonnemonat Mai und dem eigentlich herrlichen Juni dieses Jahr. Wenn ich Essen gekocht habe.

Auch Anfang Mai war noch alles okay mit uns und Ines, auch wenn wir im Prinzip wussten, dass sie ständig in diesen Facebook-NPD-Gruppen hängt, denn die Landtagswahl stand ja vor der Tür und wir haben uns schon darüber unterhalten, was wir denn wählen könnten.

Wir machten ein erstes Frühstück in der Sonne mit Ines.

Das Wetter war herrlich und eigentlich keine Sorgen in Sicht.

Am 7. Mai kriegten wir Besuch von Maggi und Kalli, die sich getroffen hatten und machten alle zusammen auch mit Ines einen großen Kaffeeklatsch bei den Pferden. Maggis Hündin Ruby war auch mit, mit der sich Boomer ja immer gut versteht.

Maggi erzählte, dass sie eine bessere Wohnung suchen würde, weil bei ihr im 8. Stock so oft der Fahrstuhl ausfällt und Ines hat noch vorgeschlagen, auch mal ihre Hausverwaltung zu fragen.

Es lag nichts Feindseeliges zwischen Ines, Maggi und Kalli oder auch uns in der Luft.

Wir sprachen darüber, dass es abends weniger heiß bei den Pferden wäre und man sich ja auch mal später mit Salat und Grillwurst zusammensetzen könnte.

Tja …mit Kalli und Maggi wird das sicher nochmal was werden, mit Ines hat sich die Sache dann kurz danach erledigt. Warum erzähle ich gleich.

Ich pflanzte bei meiner Mama Sommerblumen auf’s Grab und redete virtuell mit ihr darüber, dass Esther nun zwei Pferde hätte, zeigte ihr auch virtuell dieses Foto rechts von den beiden.

Ich war eigentlich ziemlich guter Dinge.

Am 11. Mai erfuhr Jürgen per Zufall etwas sehr Trauriges, nämlich dass seine Jugendfreundin Christiane an Krebs gestorben war. Er war tagelang sehr down deshalb.

Tja .. und dann am 14. Mai habe ich hier in diesem Blog erzählt, dass Jürgen sich mit Ines überworfen hatte.

Das kam so:
Ich hörte etwas von diesen vielen Milliarden Überschuss in der Staatskasse und schrieb in unseren Armutsblog, es wäre doch nett, wenn auch die Armen was davon bekämen. Und Ines schrieb, das würden sowieso nur die Asylanten kriegen und ich .. also davon hätte auch keiner was gesagt. .. Und unsere Freundin Moni, dass sie schon viel Hilfe von einem Asylanten bekommen hätte. Daraufhin hat Ines sie dann bei Facebook ignoriert, erzählte aber, dass Moni ihre Meinung nicht akzeptieren würde .. dabei war das umgekehrt. Und so kam es, dass Jürgen zu Ines sagte, er hätte am kommenden Wochenende keine Lust, sie zu treffen.

Ich sagte zu Ines, sie müsste sich darüber mal selbst mit meinem Mann unterhalten. Sie tat das nie, sondern begann, nur noch immer schlimmere rechtsradikale Sprüche auf ihrem Facebook-Profil zu posten. Jürgen hat sie dann nach ein paar Tagen aus seiner Freundesliste gelöscht, ich nicht, habe weiterhin mit ihr geredet, aber gesagt, helfen könnte ich ihr dabei leider nicht.
Sie ignorierte dann meinen Mann, ein paar Tage später auch mich ohne jeden Grund und gleich zusammen mit uns auch alle gemeinsamen Freunde, darunter nur unter anderem auch Maggi und sogar Kalli, der ihr sehr oft in früheren Zeiten geholfen und mit diesem Streit ja gar nichts zu tun hatte. Tja Ines … sowas brauche ich kein zweites Mal. Mein Mann hat gesagt, in Zukunft können sie ja ihre neuen Freunde vom NPD-Ortsverband darüber hinwegtrösten, dass ihr Freund gestorben ist und sie deshalb oft alleine und depressiv ist. Wo er recht hat, hat er recht.

Ich vermute, der Sommer wird wieder wunderschön werden .. und ganz alleine sind wir nach wie vor nicht. Das Leben geht weiter und es ist immer jemand da, mit dem man auch die schönen Stunden teilt, so meine Erfahrung.

Bei den Landtagswahlen Anfang Mai kriegte die SPD in Schleswig-Holstein und auch anderswo die Rechnung für ihr Verhalten. Gut so.

Und momentan verhandeln bei uns die Grünen mit der FDP und der CDU um eine sogenannte Jamaika-Koalition, was so ausschaut, als würde das was werden. Was das dann für die Menschen hier bringen wird, ja schaun wir mal.

Ich habe grün gewählt, habe lange darüber nachgedacht warum.

Das Wetter ist herrlich, wir genießen die Zeit.

Ab und zu schaue ich bei ebay, ob ich nicht doch noch einen passenden Wallach finde und denke .. irgendwann ergibt sich das schon .. wir sollten uns deshalb nicht verrückt machen.

Am 27. Mai war in Preetz das Schusterfest und wir schauten uns eine Weile dort um.

Am Freitag beginnt diese Woche die Kieler Woche, aber Benzin ist knapp und ich weiß noch nicht genau, ob wir es schaffen, am nächsten Sonntag das Feuerwerk anzuschauen .. vielleicht.

Das eben ist, was man unter keine Möglichkeit der Teilhabe versteht und worüber unsere Regierung mal nachdenken sollte, dass Millionen von Menschen nur noch am Rechnen sind.

Am 31. Mai schrieb ich wieder virtuell meiner Mama, dass Blanka im Sterben liegen würde und am 1. Juni dann, das sie nun gestorben sei.

Tja .. unsere Blanka …wir vermissen unsere alte Katze, auch wenn sie ein salomonisches Alter erreicht hat mit 26 Jahren.

Zum Andenken pflanzten wir Blanka eine weiße Rose auf ihr Grab.

Eine weiße Rose für unsere weiße Katze.

Später habe ich ihr und meiner Mama noch Eisbegonien dazu gesetzt.

Und Jürgen machte für Blanka ein Bild mit einem Regenbogen.

Zu Pfingsten stellten wir bei einem Spaziergang fest, dass man nicht mehr an unser Lieblingsufer am Lanker See laufen kann .. die Naturschützer haben die Ecke für Spaziergänger komplett gesperrt.

Tja .. so ist das halt. Schade.

Und am 7. Juni erzählte ich, dass wir wieder mit einer Frau wegen eines Wallachs fest abgesprochen hatten, dass er am Wochenende zu uns kommen sollte und dann im letzten Moment ihre Reitbeteiligung das Tier selbst übernommen hatte .. wieder gefreut, wieder nichts .. na ja. Allmählich gewöhnt man sich sogar daran, sich ja nicht mehr darauf zu freuen, dass es mit einem 3. Pferd noch klappt .. vermutlich klappt es, wenn ich es aufgegeben habe. So ist das ja oft.

Nach ein paar Regentagen haben wir momentan wieder herrliches Sommerwetter .. wobei wir vorhin ein Gewitter abbekommen haben.

Chiwa und Prima haben gerade ein neues Weidestück dazu bekommen.

Mit den Eindrücken davon höre ich heute mal auf mit meinem 15.Teil von Bilanz.

Wenn ich Teil 16 schreibe, ist die Bundestagswahl sicherlich vorbei.

Ich werde dann später erzählen, wie alles weiterging, für uns privat und für uns als Menschen, die in Deutschland, einem kapitalistischen Land, nunmal leben.



Gute Nacht
Renate

Ursprungslink (vollständig): http://unserelebensgeschichte.blogspot.com/2017/06/bilanz-mein-leben-in-einem.html

Bilanz – mein Leben in einem kapitalistischen Land – Teil 15 – Abschnitt a

Über eine relativ ruhige Zeit von Ende September 16 bis Mitte Juni 17

Mit meinem letzten Teil von Bilanz habe ich Ende September 2016 aufgehört.
In unserem privaten Geschichten-Blog ging es dann weiter mit einfach nur guter Laune und herrlichem Wetter sowie Fotos davon. Was will man mehr?

Ich berichtete, dass es bei meiner Mama auf dem Friedhof noch gut aussah und trug ein T-Shirt, als wir sie dort besuchen waren .. und jammerte ein wenig darüber, dass unsere alte Katze Blanka anfing, immer zerzauster auszusehen.
Tja … das mit Blanka passierte leider nicht ohne Grund, sie hat diese Welt vor 14 Tagen nun leider verlassen und sich über die Regenbogenbrücke zu meiner Mutter begeben. Ich hoffe, es geht den beiden dort gut.

Bei den Pferden erlebten wir wunderschöne Spätsommerabende.
Ich liebe es, wenn die Wildgänse im Spätsommer über unsere Weide ziehen.
In diesem Frühling erlebten wir zu unserer großen Enttäuschung, dass unser wunderschöner Strand hinter der Fachklinik Ruhleben nicht mehr zu betreten ist … er wurde aus Umweltschutzgründen für Spaziergänger gesperrt.

Tja .. auch dort brüten beispielsweise Wildgänse und viele andere Wasservögel. Ich weiß, dass der Lanker See einer von zwei Seen in Schleswig-Holstein ist, wo noch die meisten seltenen Vögel leben können .. ich kann in gewisser Weise auch verstehen, dass diese Tiere und die Landschaft dort geschützt werden müssen, damit das nicht alles bald verschwunden ist. Dennoch ist es schade .. dieser See und die Wasservögel, das ist meine Heimat .. das ist ein Gefühl, mit dem ich geboren wurde und das zu mir gehört und ich war sehr traurig, nicht mehr dort ans Wasser gehen zu können.

Ich schrieb darüber, dass es allmählich etwas herbstlicher und kühler würde, aber das in einem sehr sonnigen Tonfall. Im Spätsommer 2016 ging es uns offensichtlich mental sehr gut.

Es war dann auch allmählich herbstlich geworden. Die Blätter verfärbten sich und begannen, von den Bäumen zu fallen und bei uns hatte sich der NDR gemeldet, um mit uns eine Reportage über unseren Job als Crowdworker zu machen, die zu einer Serie gehörte, die der Sender „Die Zukunft der Arbeit“ nannte.

Das mit dem zusammenhängenden Weidezelt, das wir gern gebaut hätten, hatte nicht geklappt und Jürgen und ich hatten damit begonnen, nun die alternativ erlaubten beiden Schutzhütten aufzustellen.
Die haben auch den Winter gut überstanden und waren richtig sturmfest. Wir hatten beide Angst, dass es nicht so sein würde, aber mein Mann Jürgen hat das toll gemacht, obwohl er kein Tischler von Beruf ist, sondern Akademiker.

So ging also alles allmählich in einen friedvollen Herbst über .. mit unserer Stalkerin konnten wir einen recht gut funktionierenden Kompromiss vor Gericht aushandeln. Seitdem lässt sie uns so vermuete ich in Ruhe .. aber ganz sicher bin ich nicht, denn ab und zu ist uns schon doch mal das eine oder andere an Schabernack passiert .. aber das kann auch von anderen Leuten ausgegangen sein.   Über die Radio-Sendung beim NDR zumindest habe ich mich dann reingelesen, was unsere Politiker unter dem Begriff Industrie 4.0 verstehen.

Am 4. November fanden wir das erste dünne Eis auf dem Wasserbottich bei unseren Pferden. Es wurde höchste Zeit, dass wir die Unterstände fertigmachen.
Na ja .. um bei der politischen Lage zu bleiben. Der NDR hat über viele Zukunftsvisionen der Arbeit berichtet und ich habe mir das durchgelesen, eben zufällig, weil Jürgen und ich auch einen Beruf der Zukunft bereits heute ausüben, der zur digitalen Revolution gehört, die schon in sehr kurzer Zeit Millionen von Menschen treffen wird.

Unsere Landtagswahl in Schleswig-Holstein bescherte der AfD nicht mehr so viele Stimmen wie sie sie in meinem letzten Teil Bilanz noch überall ergattern konnte. Die Lage mit den viel zu vielen Flüchtlingen hat sich weitgehend beruhigt. Beängstigender sind da die vielen Terroranschläge des IS überall auf der Welt.
Übermorgen fängt die Kieler Woche hier an und man muss Angst haben, es könnte jemand genau da zuschlagen, wo sich vielleicht unsere Kinder oder Enkelkinder gerade amüsieren.

Am 8. November fiel hier übrigens 2016 der erste Schnee dieses Winters. Wir waren gerade so eben und eben mit unserem Schutzhüttenbau fertig geworden.
Tja … und ich habe vor ein paar Wochen bei der Landtagwahl in Schleswig-Holstein nach vielen Jahren mal wieder die Grünen gewählt. Nicht links, nicht rechts und schon gar nicht ultrarechts und durchaus eine Partei, die sicher keine große Hilfe dabei sein wird, dass es leichter wird, im Außenbereich was zu bauen.

Ich tat das, weil ich in derenWahlprogramm fand, dass sie recht vernünftige Ansichten über digitale Arbeit, die die Zukunft der Arbeit für unsere Kinder und Enkel sein wird, gewonnen haben und ich dort etwas entdeckt, das von Verständnis für diese Form von Arbeit zeugt.
Ähnlich wie die Linken haben sie Ansätze dabei, den Menschen eine sanktionsfreie Grundsicherung bezahlen zu wollen … eben weil sie verstanden haben, dass sowas bei dem, was man Industrie 4.0 nennt und das auf uns zukommt, und zwar schnell, notwendig sein wird. Das ist gut und war mehr, als ich bei den meisten anderen Parteien habe finden können. Nachdem Frauke Petri von eher rechten Leuten bei der AfD verdrängt wurde, sehe ich inzwischen auch, dass diese Partei zu weit nach rechts rücken könnte und nicht zu groß werden sollte und bei den Linken, so sozial sie auch sein mögen, sind mir genauso nach wie vor zu viele zu radikale Gemüter dazwischen. Und in der Tierhaltungspolitik hat sich bei den Grünen was getan .. sie wollen nämlich auch die Kleinbauern fördern und die Großbetriebe eher nicht, wo die Tiere so schlecht gehalten werden … und den Kleinbauern erlauben, den Tieren tierschutzgerechte Unterstände zu bauen .. auch wenn ich nicht glaube, dass sie uns Hobbybauern mit zu den Kleinbauern rechnen werden .. aber wer weiß??? Vielleicht ja doch.

Es wird eine sogenannte Jamaika-Koalititon in Schleswig-Holstein geben, die sich aus CDU, FDP und den Grünen zusammensetzt.
Mein Grund für die Wahl der Grünen statt der Linken war auch der, dass die regierungsfähig sind und mitmischen werden, und das hat auch geklappt, sogar in einer so schwierigen Koalition. Ich hoffe, sie machen was daraus.
Männe hat anders gewählt als ich .. aus Protest  .. wie verrate ich aber nicht.

Hier war gerade Mamas Grab zum Totensonntag fertig geworden.
Tja .. Freundin Ines war am Totensonntag noch mit uns auf dem Friedhof. Wir hatten uns sehr an sie gewöhnt, als es dann doch knallte und das hatte rein politische Gründe.
Wir haben Weihnachten zusammen gefeiert, uns zuletzt regelmäßig jedes Wochenende getroffen, aber sie landete dann jetzt vor den Wahlen in einer Facebook-NPD-Gruppe, die ihr so wichtig war wie kaum was anderes.

Die Rechten buhlen über Facebook-Gruppen und dergleichen jetzt vor den Wahlen sehr um jede Stimme und belügen die Menschen, wo sie nur können.
Da wird der IS mit dem Islam über einen Kamm geschoren und gelogen, dass sich die Balken biegen, wenn es darum geht, jeden Ausländer zum Buhmann der Nation zu degradieren.
Jedes Attentat wird auf all die bösen Ausländer geschoben, obwohl sie doch deshalb hier sind, weil sie auch vor dem IS geflüchtet sind.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=35788
In dem Link oben versteckt sich ein wunderschöner Text über uns, den auch eine Journalistin verfasste, die sich mit unserer digitalen Arbeit auseinandergesetzt hat, allerdings anders als der NDR, wo es im Radio kam, dann schriftlich .. das aber so süß, dass ich regelrecht gerührt war.

Ach ja … die Krönung der Aktionen unserer Stalkerin bestand darin, dass sie versuchte, für mich Betreuung zu beantragen, weil ich in ihren Augen depressiv sei .. und das auch noch ihrem Anwalt untergeschoben hat .. natürlich hat das nicht geklappt, aber ich habe mich schon mal hinsetzen und tief Luft holen müssen, als ich dieses Schreiben aufgemacht habe und gezwungen war, mich mit so einer Sozialareiterin zu treffen und auseinanderzusetzen, um der klarzumachen, dass ich noch geistig zurechnungsfähig bin. Klar war das nicht schwer, aber ärgerlich schon.

Tja .. um zur Politik in Deutschland zurückzukommen.
Es war mein Mann, dem es dann schließlich mit Ines und ihren NPD-Freunden zu weit ging, weil sie sich ständig mit anderen unserer Facebook-Freunde deshalb anlegte. Sie haben Streit bekommen und ich habe ihr gesagt, das muss sie selbst mit ihm klären .. sie meinte, sie sagt ja nur die Wahrheit und ich habe ihr gesagt, Wahrheit ist etwas sehr Relatives .. und sie soll nicht alles glauben, womit die Rechten Wähler fangen wollen.

Tja .. die Rechten tun so, als würden die Armen mehr Geld kriegen können, wenn man die Ausländer raus schmeißen würde aus unserem Land.
Natürlich ist das Unsinn und reiner Stimmenfang, aber Menschen ab einer bestimmten Bildung abwärts, die verstehen das nicht .. die sind leicht zu fangen, weil sie hoffen, so weniger in Not zu sein.
Oben Ines noch gut Freund mit Jürgen .. jetzt nicht mehr …sie wird noch verstehen, dass sie für komplett hirnlose und menschenverachtende Versprechen, die die Asylanten in unserem Land in Lebensgefahr bringen würden, würde das Realität, echte Freunde verloren hat und auch nicht wiederkriegen wird.
Ob ihr diese tatsächliche Wahrheit, denn ich meine das ernst, später gefallen wird, sei dahingestellt. Aber sie glaubt ja, ihre Gruppenfreunde von der NPD würden die Wahrheit sagen, die die Menschen versuchen dazu zu bewegen, für ein paar Euro mehr über Leichen zu gehen.

Ich bin froh, dass ich über ein wenig mehr an Intelligenz verfüge, um beurteilen zu können, wenn Menschen versuchen, mich zu verhetzen.
Ich weiß, dass wir so schnell nicht reich werden werden … das ist alles so einfach nicht.
Ich kann mich reindenken, wie die Weltwirtschaft immer mehr zusammenwächst und so einfach ein einzelnes Land da gar nicht raus käme, und zwar, weil ich seit fast 6 Jahren das schon kenne, was Industrie 4.0 ist.

Auch unsere kurze Episode mit Claudia löste sich bald in Wohlgfallen auf.
Bei ihr lag es daran, dass sie in einer Beziehung mit einem sehr gewalttätigen Mann festhängt. Sie suchte Hilfe bei uns, bekam sie auch, vertrug sich aber wieder mit ihm und peng … vorbei.
So wird sie früher oder später jeden Freund und jede Freundin verlieren, es sei denn, sie begreift, dass da nur eine endgültige Trennung hilft. Ich habe das durch mit meinem Ex .. ich weiß allerdings auch, dass das nicht leicht ist … die meisten Frauen lieben ihre prügelnden Ehemänner ja dennoch .. ich tat das früher auch und verstehe das auch .. insofern verstehe ich auch Claudia, aber deshalb kann ich ihr dennoch nicht dabei helfen, das für sich einzig Richtige zu tun … sich zu trennen, denn für immer hält diese Ehe in meinen Augen genauso wenig wie es meine tat .. trotz Liebe.

Tja .. wie der Zufall es so will, bin ich nun bei Fotos vom 29. November 16 angekommen und habe gerade über Gewalt in der Ehe gesprochen, die ich selbst und nun wieder über unsere kurze Freundschaft mit Claudia erlebt habe.
Der 29.11. war mal der Tag, an dem ich meinen 1. Mann kennengelernt habe .. das war 1969 .. nun ist er längst Vergangenheit und ich habe den Jürgen und bin froh darüber, auch wenn mich das den guten Kontakt mit meinen eigenen Kindern gekostet hat. Diese Ehe hätte ich aber auch den Kindern zuliebe nicht länger ausgehalten.

Wir hatten zu der Zeit gerade ein fremdes Pferd von der Freundin eines Nachbarn bei uns aufgenommen. Das war eine gutmütige, aber sehr dumme Aktion, die uns ein paar Wochen sehr viel Ärger bereiten würde. Sie half nicht, zahlte so gut wie nichts dazu, hat uns nur ausgenutzt. Jürgen hat sie fristlos rausgeschmissen und sie ging am 21.1.17 wieder .. wir machten drei Kreuze und werden sicher auch nie wieder aus reiner Gutmütigkeit, wenn auch nur von vornherein kurz gedacht, ein Pensionspferd bei uns aufnehmen.

Die Stute war ein Hannoveraner und sah Prima sehr ähnlich .. ich habe aber damals versprochen, sie nicht auf Fotos zu zeigen, also lasse ich das. Es ist auch nicht wichtig, war nur eine dumme Episode, weil Jürgen und ich oft einfach zu gutmütig sind.
Ach ja …wir bekamen auch von unserem Ex-Vermieter Post, dass wir für 2015 viel Geld an zu viel gezahlten Nebenkosten zurück bekämen. Spontan haben wir überlegt, ein drittes Pferd dazuzukaufen, einen Wallach.
Aber den suchen wir noch immer .. was dazu noch zu erzählen wäre, kommt später. Unser Ex-Vermieter hat bis heute nicht bezahlt, wir haben ihn verklagt und er hat die Antwort ans Amtsgericht nun schon zum 3. Mal verschoben .. mal schauen, was draus wird. Ich glaube aber nicht, dass wir von dem Geld kriegen werden, so schön sich das auch las. Die Idee mit dem Wallach als Freund für unsere Stuten haben wir aber bis heute nicht verworfen.

Was es zum Pferdekauf heute zu berichten gibt, das erzähle ich Euch auch noch, denn auch da hat sich viel verändert, seit ich zum ersten Mal ein Pferd gekauft habe.
Aber nun bin ich müde und mache für heute Nacht hier Pause .. es geht bald weiter mit der Zeit ab Dezember 2016. Bis denne. Ich schreibe hier morgen früh dann ja nahtlos weiter.

So .. es ist Donnerstag Nachmittag und ich war heute früh schon fleißig und habe Geld verdient. Nun mache ich zur Entspannung aber mal hier weiter und werde erzählen, wie es denn bei uns ab Dezember 2016 weiterging.

Der 1. Dezember erwartete uns mit einem Riesenschreck, denn Jürgens PC lief nicht. Es lag am Treiber, der sich über Nacht verabschiedet hatte. Sowas löst immer Panik aus, wenn man so knappt wirtschaften muss wie wir als Crowdworker und da Texter, die ständig in diesem Staat aufgrund der viel zu niedrigen Regelsätze und Mietobergrenzen mit den paar Freibeträgen, die auch viel zu niedrig sind, ums nackte Überleben kämpfen müssen.

Aber es ließ sich dann schnell lösen, der PC war nicht kaputt, nur der Treiber musste neu drauf und es konnte weitergehen. Dieser kleine Schreck am Morgen des 1.12. zeigt aber deutlich das, was ich in meiner Lebensgeschichte Bilanz ausdrücken möchte, nämlich wie schwierig die wirtschaftliche Lage in Deutschland für Millionen von Menschen geworden ist, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr zu den leistungsfähigsten gehören. Bei uns ist es das Alter und auch erste Krankheiten, die ja mit dem Alter zusammenhängen. Bei anderen Menschen sind es auch in jüngeren Jahren oft Krankheiten und andere wiederum sind von vornherein aufgrund von angeborener Dummheit oder anderen Problemen von vornherein nicht in der Lage, wirklich Leistung zu bringen. Aber auch die wollen leben und das sollte sich diese Regierung doch mal vor Augen halten. Und auch die gehen zur Wahl, by the way, und dürfen das auch.

Anfang Dezember war es relativ kalt und frostig, aber Jürgen und ich waren relativ guter Dinge .. wir konnten uns mit weniger Stress als im Frühling und Sommer sowie Herbst davor ganz gut durchwursteln und hatten auch relativ wenig Stress.

Und ans Rechnen haben wir beide uns längst gewöhnt. Ich werde darüber meckern, solange ich noch in der Lage bin, diesen und unsere anderen Blogs zu bearbeiten und den Mund aufzumachen.

Andererseits sind Jürgen und ich uns inzwischen aber auch einig darüber, dass nackter Rassenhass und krass rechte Denkweisen nicht das sind, was wir beide wollen.
Ines hatte auf ihre negative Art schon lange einen nicht eben guten Einfluss auf den Jürgen .. und wieich im vorigen Teil von Bilanz dann ja erzählt habe, gab mir sein Bruder, weil ich mich genau deshalb, dass Ines immer wieder meinem Jürgen zunächst die AfD so schmackhaft machte, an der mir persönlich nur ihr Ansatz vom Baurecht für Weidehütten gefällt, aber sonst eher nichts, dann mal die Mühe gemacht habe, mir diese Partei genauer anzuschauen und auch darüber zu schreiben, was die denn so wollen, auch noch die Schuld. Die hatte ich aber gar nicht. Ohne den Einfluss von Ines auf Jürgen, die Wochenende für Wochenende meinen Mann bestichelte, er müsse auch unbedingt AfD wählen, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, mir das genauer durchzulesen, was die vorhaben. So aber ja. Schließlich nehme ich meinen Ehemann durchaus ernst, auch wenn er eine andere Meinung vertritt als ich.

Heute ist das Gott sei Dank anders. Ines schwenkte schließlich von der ja noch nur rechtsliberalen AfD zur rechtsradikalen NPD und das war dann auch Jürgen zu viel .. und es war er, der diesem Spuk ein Ende machte, nicht ich.

Ohne eine immer nur laut jammernde Ines im Rücken, die eigentlich nie wirklich gearbeitet und auch keine Kinder groß gezogen hat, sondern immer nur von den Sozialleistungen dieses Staats profiziert, ohne jemals was eingezahlt zu haben ganz anders als ich oder Jürgen, kriegte ich meinen Mann und seinen eigentlich ja eimmer vorhandenen gesunden Menschenverstand auch wieder zurück .. und bin wirklich sehr froh darüber.

Damals ging es auf Weihnachten zu. Jürgen und ich haben gearbeitet wie die Büffel .. ich hatte einen Großauftrag von einem Stammkunden bekommen, der alles noch bis Silvester brauchte, also sehr viel zu tun und der Jürgen hat auch alles getan, damit Geld fürs Weihnachtsfest in die Kasse kommt.

Ines war genauso mutterseelenalleine wie wir, denn von unseren Kindern hat sich klar wie immer keins zu Weihnachten angesagt gehabt.

Tja .. und wir hatten alle das Bedürfnis, ein wenig zu feiern .. damit das überhaupt möglich war, habe ich die Möglichkeit genutzt, diese vielen schwierigen Aufträge zu bearbeiten und Ines zwei Weihnachtstage eben zum Essen eingeladen.

Das hört sich wenig an .. aber das ist in der finanziellen Lage vieler Menschen in diesem Staat .. und das sind Millionen .. schon sehr viel. Genau genommen wüsste ich gar nicht was tun, sollten meine Kinder und Enkel und Jürgens womöglich auch tatsächlich mal alle zu Besuch kommen .. wir könnten sowas ja gar nicht finanzieren .. oft reicht ja nichtmal das Benzin, um jemand zu besuchen, selbst wenn der in der Nähe wohnt .. und ein Auto zu unterhalten ist ja schon Luxus pur.

Tja .. Blanka .. ich vermisse oft jetzt ihr Gemecker in der Küche … es ist so still ohne unsere alten Meckerkatze, die mich immer auf Trab gehalten hat, damit sie alles kriegt, was sie braucht .. und nun ist sie tot und sie fehlt uns beiden, auch wenn wir uns sagen, 26 Jahre ist ein stolzes Alter, was sie doch noch erreicht hat.

Tja .. Weihnachtseinkauf .. war schon toll, doch mit jemand Weihnachten feiern zu können, Ines krasse politische Ansichten hin oder her.

Wir haben uns Weihnachten 16 gefreut, dass sie unser Gast war und wir das auch bezahlen konnten.

Ich hab lecker gekocht, denn ich koche ja gern .. und Ines hat selbst schuld, wenn sie dieses Jahr nicht mehr dabei sein wird … aber auch wenn ihr ständiges Gejammer und das Hochjubeln der AfD ja noch zu tolerieren war … die Hass-Attacken auf alle Asylanten, die der Kontakt mit der NPD bei ihr hervorgerufen haben, waren schließlich doch zu viel … das brauche ich nicht und würde vorziehen, dann lieber Weihnachten 17 mit Jürgen ganz alleine zu feiern als unter solchen Umständen. So gern wie ich auch koche und so gern wie ich mein Leben lang eigentlich Gäste bewirtet habe.

Ich hab so konventionelle Dinge wie Grünkohl oder Entenbraten gemacht und mich gefreut, dass ich das hab bezahlen können, auch wenn ich mir vorher dafür wochenlang die Finger wundgeschrieben habe, denn ohne diesen Einsatz wäre das nicht gegangen.

Und ich finde das sehr schlimm, dass unsere Regierung leider nach wie vor nicht sieht, was in ihrem ach so reichen Land eigentlich los ist, wo trotz der Milliarden von Mehreinnahmen und dem steigenden Reichtum bei den oberen 10 % die Mehrheit aller Menschen immer ärmer wird.

Nur …in meinen Augen ist es eben nicht die Wahrheit, dass daran nun die Asylanten schuld sind … die Wahrheit ist einfach, dass es eine Umverteilung geben müsste, von der alle weiter unten profizieren könnten .. die Einheimischen und sogar die Asylanten .. denn das wäre sicherlich bezahlbar und auch sozial.

Gott sei Dank befindet sich inzwischen die AfD wieder in einem gewissen Abwärtstrend und ist schon lange nicht mehr mit zweistelligen Ergebnissen bei den Landtagswahlen dabei .. aber dabei ist sie halt noch.

Ebenfalls zu Weihnachten tauchte dann auch spontan am Zaun zur Weide eine junge Frau bei uns auf und fragte, ob ihre Tochter bei uns bei den Pferden dabei sein könnte. Es gab auch noch einen kleineren Bruder und sogar eine Hündin, mit der sich unser Boomer gut vertrug.

Die Idee, genauso spontan wie sie fragte dazu ja zu sagen, war nicht gut, obwohl die Familie im Prinzip sehr nett und auch hilfsbereit war. Die Probleme zeigten sich aber erst ein paar Wochen später.

Silvester war Ines nicht bei uns .. obwohl ich sie hätte einladen wollen .. vermutlich weil sie kurz vorm Ersten immer ihre Sozialhilfe da hat und nicht in Finanznot ist …ja so realistisch sehe ich diese Beziehung nämlich leider auch inzwischen .. man lernt sich ja kennen, wenn man sich so häufig sieht.

Sie kam aber nachts mit, um auf die Pferde aufzupassen, was sie Besitzerin unserer Gaststute auch tun wollte, aber natürlich nicht tat. Aber nun ja .. die ist nicht wirklich erwähnenswert, sie war nicht lange da und ist gottlob weg.

Wir feierten ein wenig am Koppelrand weiter, waren guter Dinge .. und die drei Hoppas haben sich eigentlich ganz gut benommen, obwohl die Raketen von Preetz und Klein-Kühren aus immer abwechselnd in die Luft flogen und die drei dann mal zur einen und dann wieder zur anderen Seite der Weide liefen je nachdem, wo das Geballer nun mehr oder weniger war.

Und ich bin da mal wieder Auto gefahren nach langer Zeit, damit Jürgen was trinken konnte … und es ging super.

Auch am Neujahrstag war bei Tageslicht bei den Pferden alles okay ..nur ein kleiner Zwischenzaun umgerannt worden .. klar war auch da noch immer nichts von der Besitzerin der Gaststute zu sehen … es gibt halt Menschen, die nutzen andere einfach nur aus. Und die gehörte definitiv dazu. Aber sowas passiert halt.

Ich hab auch Neujahr nochmal ganz lecker für Jürgen und mich gekocht … egal ob Geld knapp ist oder nicht, ab und zu muss auch sowas mal sein.

Tja .. so lecker kann ich kochen, wenn ich mal wieder viel zu viel Geld ausgegeben habe, was ich dann an den Folgemahlzeiten logisch irgendwann wieder einsparen muss.

Und genau das dürfte, so finde ich, in einem reichen Land wie Deutschland, ganz bestimmt nicht an der Tagesordnung für Millionen von Menschen sein … ist es aber.

Dennoch bin ich froh, dass die meisten Menschen hierzulange dennoch nicht radikal wählen, denn das würde sicher alles nur noch schlimmer machen. … Ich mache jetzt wieder mal ein bisschen Pause hier .. denn dieser Teil von Bilanz wird lang werden ..es geht bald weiter mit dem Heuholen am 3. Januar 17 bei Regen … so ist halt unser Alltag als Hobbypferdehalter .. aber ohne diese Pferde wäre unser Leben traurig und leer. Der Mensch braucht einfach was zum Liebhaben und Versorgen als soziales Wesen, sonst stirbt er. So sehe ich das eben.

Tja .. bin für ein Weilchen wieder da, um hier weiterzuschreiben und meinen nächsten Teil von Bilanz fertigzumachen.

Oben fressen zwei klatschnasse Pferde und daneben eines, das wir zu der Zeit auf unsere Kosten mitgefüttert und versorgt haben, gemütlich ihr Heu und ein ebenso klatschnasser Jürgen ist gerade dabei, ihnen die nächste Portion Heu, die wir gerade gekauft hatten, sicher zu verpacken. Zu der Zeit haben wir noch für 3 Euro pro Ballen das Heu sehr teuer bei einem alten Bauern um die Ecke eingekauft.

Am 5. Januar passierte uns dann das erste größere Pech 2017. Als Jürgen hier bei Schneegrieselwetter die Sachen für die Pferde ins Auto einpackte, wussten wir noch nicht, dass er auf dem Weg in den Stall zwei Radfahrer übersehen und einen leichten Unfall bauen würde .. nur beim Anfahren vom Ragniter Ring in die Kührener Straße. Es ist nicht viel passiert, aber die zwei waren auf dem Heimweg von der Arbeit und einer fiel dann doch mit seinem Fahrrad dabei hin, weil Jürgen ihn leicht angeschubst hatte. Die Polizei kam und das alles wurde doch recht teuer.

Ein Versicherungsschaden entstand uns zwar nicht oder zumindest haben wir bis heute nichts davon gehört, denn gemeldet habe ich den Schaden der Versicherung ja, so dass ich vermute, es wird wohl auch nichts mehr davon kommen.
Aber weil die Polizei da war und so ein Moment der Unaufmerksamkeit dann zu den Straftaten gehört, die ziemlich teuer werden können, stottern wir gerade mit 10-Euro-Raten im Monat die Strafe in Höhe von 148,50 Euro dafür ab und außerdem stellte Jürgen dann noch zu unserem Schreck fest, dass sein Führerschein weg war.

Wer weiß, wie lange der schon nicht mehr in Jürgens Portemonnaie war. Vermutlich ist er irgendwann mal bei irgendeiner seiner Ex-Freundinnen geblieben und Jürgen hat das nie gemerkt.
Nun ja … mir hat man mal den Führerschein in Roskilde/Dänemark samst Ausweis geklaut. Ich habe Jürgen also beruhigt und gesagt, den kriegt er schon wieder, meinen habe ich damals ja auch wieder bekommen. Aber auch sowas kostet Gebühren. Nur Jürgens Führerschein dann zusätzlich zu dieser Strafe 34,30 Euro. Auch die stottern wir gerade in Raten ab.

Am 7. Januar hatten wir dann starken Frost und auch noch darauf Eisregen. Wir waren unsicher, ob Jürgen nun weiterhin ohne Führerschein ungestraft Autofahren dürfte, also konnte ich meine Fahrkünste bei diesem gefährlichen Wetter nochmal unter Beweis stellen und schlidderte auch bei Eisregen die Straße sicher entlang. Ich fahre zwar nicht gern Auto, aber schon immer durchaus sehr sicher. Gut heißt das nicht unbedingt, sondern eher vorsichtig. Das habe ich schon immer so gemacht, also seit ich 1972 mal den Führerschein bekommen habe.

Und dann hatten wir auch noch das Problem, dass uns am 12.1.17 plötzlich das Zündschloss kaputt ging und unser Auto nicht mehr ansprang, also hieß es am Freitag, dem 13. erstmal wieder zu Fuß in den Stall laufen.

Und nein … Hilfe durch die Frau, die ihr Pferd bei uns untergestellt hatte, mit ihrem Freund mit dem Auto fuhr, nichts bezahlte und auch nie half .. klar war die dann auch nicht da, obwohl Jürgen es ihrem Freund, der ja unser Nachbar und der Grund für diese Hilfe ist, erzählt hatte, Hilfe durch die war klar keine da.

Hilfe bekamen wir allerdings schon damals. Die Mama der beiden Kinder, die damals ja schon eine Weile mit unseren Pferden rumtüdeln durften, sorgte dafür, dass ihr Mann und sein Bruder Jürgen dabei geholfen haben, unser Auto selbst zu reparieren. Es funktioniert heute noch immer deshalb. Sie hat sich auch lange dann morgens um Wasser und Heu gekümmert als wir nachmittags noch laufen mussten, konnten wir welches bei Ines holen und mussten es nicht von zu Hause bis zu den Pferden ziehen. Das half auch in dieser Zeit.

Und an einem Tag, als Kalli frei und wir das Auto noch nicht heil hatten, hat auch er noch geholfen, das Wasser sogar von Ines bis zur Weide zu bringen.

Die Kühe oben habe ich fotografiert, als ich zu Fuß durch die Feldmark gelaufen bin, das sind englische Jersey-Rinder, die da auch robust gehalten werden wie unsere Pferde oder die Schafe neben uns.







Na ja .. wie Ihr seht, fing für uns das Jahr 2017 mit viel Kälte und Frost und sonstwas an Ereignissen, die immer mal passieren können, aber für Hektik sorgten, dann an.

Unser pferdiger Gast ging dann gottlob nach viel Gemecker von uns am 21.1. weg .. uff.

Und unsere Firma hatte auch Geburtstag und wurde am 22.1.17 fünf Jahre alt und wir konnten so auf unser Jubiläum 5 Jahre „Die Textritter GbR“ anstoßen. Wie doch die Zeit vergeht.


Ende Januar erzählte ich, dieses Pferd ist weg und es geht aufwärts.

Und der Jürgen durfte übrigens auch mit nur bestelltem Führerschein wieder selbst Autofahren, was uns der Beamte bei der Stadtverwaltung so erklärte. Es dauert nämlich Wochen, bis so ein Führerschein neu gemacht bei einem ankommt, aber der Antrag genügt, um wieder fahren zu dürfen, wenn man ihn verbummelt hat.


Tja .. aber was sich damals anfing zu zeigen, waren Ende Januar die ersten Probleme, die sich bei unseren Pferden zeigten und die, auch wenn wir das da noch nicht wussten, mit der doch eigentlich so netten Reitbeteiligungsfamilie zusammenhingen.

Unsere Pferde fingen nämlich da an, laufend wegzulaufen, wenn man sie aufhalftern und was mit ihnen tun wollte .. nur wussten wir zuerst gar nicht, warum sie das taten und gingen nicht davon aus, dass es was mit den Reitbeteiligungen zu tun hätte.

War aber doch so .. aber dazu später. Ich habe dann ja später auch noch was darüber berichtet. Ich mache jetzt mal wieder eine Pause und werde nachher mit dem Februar weitermachen und erzählen, was uns dann alles noch bis heute passiert ist.


 Anfang Februar erzähle ich, dass es draußen feucht und sehr diesig und ungemütlich war, das Wetter Ines auf die Psychie geschlagen war und ich sie sehr mühsam seelisch wieder auf die Beine gebracht hatte.

Weiterhin berichte ich davon, dass wir eine ziemlich hohe Stromnachzahlung bekommen hatten und nun das meiste bis auf einen Rest von 95 Euro davon schonmal abgezahlt gehabt hätten. Tja … alleine mit der Stromerhöhung dadurch war schon mehr als die letzte Regelsatzerhöhung für uns beide jeden Monat futsch .. was sind schon 4 Euro pro Person im Monat, das ist nichts … und das ist seit Jahren ja jedes Jahr das Gleiche, dass die Regelsatzerhöhung pro Kopf nicht ansatzweise genug ist, um auch nur die Preiserhöhungen von Vorjahr auszugleichen .. und so kann man sich eben Jahr für Jahr weniger leisten .und dann wundern sich diese Politiker, dass manche Leute inzwischen schon so verzweifelt sind, dass die für nur ein paar Euro mehr glatt über Leichen gehen würden. Tja .. Hunger macht leider wütend.


An dem Tag habe ich auch erzählt, dass unser Reitmädel da war, aber Chiwa ihr samst Zaumzeug schon aufgezäumt dann ausgerissen und bis auf die untere Weide gerannt ist … Prima immer mit, aber dass es da noch halbwegs ging, beide Pferde wieder zufassen zu kriegen, nach oben zu führen und die Lütte dann auch auf Chiwa hatte reiten können.

Ich vermute, wäre meine Tochter Esther dabei gewesen, dass sie mit ihrer Erfahrung als Reittherapeutin schon da gesehen hätte, was los ist .. wir halt nicht.

Zunächst mal waren wir da beide einfach nur etwas verwundert über das Verhalten unserer beiden Pferde, denn auch Prima, mit der an dem Tag nun gar nichts gemacht werden sollte, verhielt sich total aggressiv .. heute weiß ich, sie hat versucht, ihre kleine Ponyfreundin zu beschützen .. aber so leicht ist das eben nicht immer sofort, ein Pferd und sein Verhalten auch gleich richtig zu verstehen.


Am 3.2. hatte der Jürgen Geburtstag, aber gefeiert haben wir den noch nicht, sondern nahmen uns dann vor, wir könnten ja seinen und auch gleich den von Kalli, der Sternzeichen Fisch ist, später gemeinsam mit einem schönen Grillabend bei den Pferden feiern.

Kalli war jetzt oft gemeinsam mit Ines bei uns bei den Pferden und ich merkte, wie gern sich Jürgen mit ihm unterhält.


Ich berichte da dann auch, dass ich unseren Ex-Vermieter wegen der Rückzahlung der Betriebskosten für 2015 zigmal umsonst selbst gemahnt hatte und nun über das zentrale Mahnbericht Schleswig einen offiziellen Mahnbescheid an ihn rausgeschickt und dafür auch Prozesskostenhilfe bekommen hatte.

Inzwischen liegt das alles ja beim Amtsgericht Plön und dieser Ex-Vermieter verzögert den Prozess damit, dass er immer wieder 14 weitere Tage Aufschub beantragt, weil er noch nichts sagen könnte.


Ich fotografiere ja nun sehr viel. So fotografierte ich uns auch am 10. Februar mal wieder beim Heufahren und man sieht auf diesen Fotos sicher sehr deutlich, dass unsere Pferde ganz sicher nicht halb verhungert waren, sondern recht gleichgültig dabei waren, wie Jürgen das Heu hoch gebracht hat.
Das sollte am kommenden Tag wichtig werden, denn schon wieder hatten wir da einen Anruf vom Kreisveterenäramt auf dem Anrufbeantworter, unsere Pferde wären ja halb verhungert, es hätte uns schon wieder einer da angeschmiert.


Ich habe daraufhin der Amtstierärztin einfach einige der Fotos vom Heufahren per E-mail geschickt und ihr geschrieben, darauf könnte sie selbst sehen, wie „halb verhungert“ denn unsere Pferde wären.

Ob uns da nun schon wieder diese Stalkerin von Vorjahr oder aber die gerade von uns raus geschmissene Eigentümerin dieser Gaststute oder vielleicht sonst irgendeiner jener Spaziergänger angeschmiert hat, die denken, wenn Pferde nicht 24 Stunden am Tag Heu fressen, dann verhungern die .. ich habe keine Ahnung. Auf jeden Fall kriegten wir zur Antwort, die Pferden würden ja toll aussehen und wären sicher nicht halb verhungert und die Amtstierärztin müsste nach diesen Fotos bestimmt nicht raus kommen. Dennoch ist sowas immer wieder ärgerlich.


A, 16. Februar besuchte uns Anke und machte uns den Vorschlag, ob wir nicht später den Wallach, der mit zu unseren Stuten kommen soll, gemeinsam halten könnten, sie als Reitbeteiligung.

Als sie mit bei den Pferden war, erlebte Anke mit, wie schwierig es war, Prima überhaupt noch einzufangen und ich merkte, die Chemie zwischen unseren beiden potentiellen Reitbeteiligungen würde nicht stimmen. Die neue Reitbeteiligungsfamilie war nämlich auch da und alle Schwierigkeiten gut zu erkennen, die nun immer mehr wurden. Noch dachten wir aber nach wie vor, es wären laufend Fremde auf der Koppel und die Pferde würden sich deshalb so seltsam verhalten, weil die ihnen Angst machen.


Tja .. und nur einige Tage später machten wir den Pferden das schmale Weidestück oben auf und ich erlebte mit, dass unsere Reitbeteiligungsfamilie keinerlei Verständnis dafür zeigte, dass Chiwa da natürlich sofort gemeinsam mit ihrer Prima grasen und nicht geritten werden wollte.

Ich riss mich zusammen, aber war innerlich sehr wütend, weil mir dämmerte, dass keiner aus dieser Familie begriffen hatte, wir haben zwei alte Gnadenbrotpferde und keine Reitschulponys zum Rumjuckeln und jede Form von Empathie unseren alten Pferden gegenüber offensichtlich fehlte. Ich sagte nichts. Jürgen sagte auch nichts. Später haben wir uns darüber unterhalten, dass wir beide das gleiche ungute Gefühl hatten, als wir das miterlebt haben, aber keiner sich traute, dieser ja davor so hilfsbereiten Familie nun ins Gesicht zu sagen, so war das aber nicht gedacht, als wir ja dazu gesagt haben, sie dürfen unsere beiden Gnadenbrotpferde mit betüdeln. .. und oben rechts den Lenny hatten wir uns nun ja auch schon angeschaut, der jünger und noch reitbar sein sollte und freuten uns darauf, dass er am 1. April 17 bei uns einziehen sollte. … Aber das sollte ein ganz übler Aprilscherz werden, der Bauer hat ihn nie vorbei gebracht wie abgesprochen. Nun ja .. Shit happens.


Das nächste Problem erwartete uns, als wir die nächste Portion Kleinballen Heu holen wollten, denn unser alter Heubauer, der ja schon 91 Jahre alt ist, war im Krankenhaus gelandet und der Mann, der den Schlüssel für die Heuscheune hatte, erklärte uns dann, er hätte sein gesamtes Heu an einen anderen Bauern verkauft.

Und das mitten im Winter. Tolle Wurst, denn die Hoppas hatten Hunger und unsere Winterweide zwar klar ein wenig Bewuchs, aber das reichte ja nicht wirklich aus.

Nun ja .. wir fanden nach diesem Schreck dann doch recht zügig einen anderen Heulieferanten, der sehr gutes und viel günstigeres Rundheu hat. Das haben wir dann bis zum Frühling verfüttert und werden bei ihm nächsten Winter auch weiter einkaufen. Wir sparen so über die Hälfte der davor ausgegebenen Heukosten ein und haben weniger Arbeit, denn dieses Heu wird bequem geliefert und wir müssen es nicht mit dem Auto selbst holen.

Ansonsten ging es los, dass ich wieder und wieder erzählte, wie wir versuchten, mit der Tatsache fertigzuwerden, dass Prima zunehmend mehr kopfscheu wurde …mal war es besser, mal schlechter .. immer hin und her .. es stahl uns unsere Zeit, in Ruhe die Arbeit auf der Koppel zu machen und unsere Nerven dazu. Und wir fragten uns nach wie vor, was in Gottes Namen ist denn der Grund dafür?

Was schön war, unsere Unterstände erwiesen sich als praktisch .. bei Sturm waren sie gut zum Füttern geeignet .. ohne Sturm nahmen wir dazu die natürlichen Mulden auf der Weide .. und die Pferde nahmen sie beide gut an .. und sie erwiesen sich als sehr windresistent und haben jedem Sturm standgehalten im letzten Winter.

Ende Februar verlief abgesehen von den Problemen mit ständig flüchtenden Pferden sehr ruhig. Ich berichtete über das April-Wetter im Februar, was uns mit Sonne, Hagel, Regen, Sturm und wunderschönen milden Stunden stündlich neu überraschte.


Hier zum Beispiel hatten wir uns bei einem Hagelschauer, der nur Minuten dauerte, aber echt heftig war, alle zusammen mit den Pferden unter die Unterstände geflüchtet.


Kurz nach diesem Hagelschauer schien dann wieder die Sonne .. und später entdeckte ich noch die ersten Wildkräuter. Das Foto links ist nur eines von vielen davon.


So wurde es dann auch März und ich freute mich einfach über die schönen Blumen in den Gärten.

Und ich versuchte, durch viel Bürsten zu erreichen, dass unsere Blanka nicht so strubbelig aussah, aber es wurde dennoch zunehmend schlimmer damit.

Tja .. nun lebt Blanka nicht mehr und Jürgen und ich vermissen unsere alte Katze sehr.

Ich machte Mamas Grab schön, hatte schon da meine Zweifel, ob das mit dem Kauf von Lenny nicht ein übler Scherz wäre, weil auch schon nach dem ersten Besuch dort unsere Gespräche eine Weile ins Stocken kamen …und übte und übte genauso wie Jürgen mit Prima wieder und wieder das Aufhalftern, was früher ja kein Problem gewesen war.


Das Wetter wurde schöner, wir machten einen Spaziergang in der Nähe unseres früheren Stalls und bemerkten, was für ein Glücksgriff in Bezug auf guten Boden doch unsere neue Pachtweide ist.

Tja .. und wir freuten uns über die kindliche Freude unserer Reitbeteiligungskinder ohne zu merken, wie sehr das unseren beiden Pferden schon seit Wochen schadete .. suchten immer noch die Ursache für das komische Verhalten der Pferde woanders.


Während ich diese Fotos von immer mehr Frühlingsboten in den Gärten zeigte, erzählte ich, dass Jürgen und ich wie die Blöden am Tippen waren, denn die Leute von Lenny hatten sich nun doch gemeldet und er sollte am 1. April bei uns einziehen … trotz Nachzalung für Strom sollte also der Kaufpreis da sein.

Tja .. wir haben das auch geschafft, das Geld für ihn bis zum 1.4. zusammenzutippen und zusammenzuhungern … das Pferd wurde dann aber trotzdem nicht gebracht .. das war eben ein gar nicht witziger Aprilscherz.


Ines gehörte nach wie vor zu unseren Wochenenden, die Pferde fingen an zu haaren und ich schrieb darüber, dass es bei 7 Grad plus in dicken Flocken geschneit hatte, der Schnee aber nicht liegengeblieben war.

Und ich freute mich darauf, Lenny nochmal besuchen zu fahren, bevor er bei uns einziehen sollte. .. Das taten auch alle, die mit uns öfter bei den Pferden waren .. und alle waren genauso enttäuscht wie wir, als es dann doch nicht klappte.


Tja .. der Frühling kam mit Riesenschritten, für Lenny war alles fertig und das Geld da.

Und wir fuhren ihn auch nochmal besuchen.

Wenn sowas dann nicht klappt, das tut schon weh.


Und im Stall bei uns ging es damit weiter, dass unsere Pferde laufend wegliefen und sich nicht mehr anfassen lassen wollten.

Auch an dem Tag, als wir morgens bei Lenny gewesen waren, hatten wir nachmittags das Problem, als unser Reitmädel vorbeikam.

…..

Das war Abschnitt a … morgen weiter mit dem gleichen Teil von Bilanz, aber Abschnitt 6.

Ursprungslink (ganz): http://unserelebensgeschichte.blogspot.com/2017/06/bilanz-mein-leben-in-einem.html


Chiwas Hufrehe-Geschichte – Teil 40

Bisher blieb Chiwa auf dem Gnadenhof gesund – das Jahr 2018

Alle Fotos von Chiwa, Prima und ihren neuen Freunden auf Gnadenhof Gaia’s Traum haben als Quelle die Facebook-Seite des Hofes, das gilt auch für die Videos, die ich noch dazwischen setzen werde. Hier findet Ihr den Link dahin und übrigens auch auf die Seite, wo jeder, der mag, etwas spenden oder Pate für eins der Hoftiere werden kann.

https://www.facebook.com/GaiasTraum/

Na ja .. ich möchte jetzt ein bisschen positiver weitermachen, denn wir hatten den richtigen Instinkt, Chiwa und Prima auf genau diesen Gnadenhof zu bringen, wo sie geliebt, gehegt und gepflegt werden, auch wenn die ersten Wochen nach ihrem Umzug für uns aufgrund der Aktivitäten unserer Stalkerinnen weiterhin sehr stressig weitergingen. – Ich hatte ja damit aufgehört zu sagen, dass der nächste Text den Titel „Uns fast unbekannte Menschen“ hätte. Ich erzähle nun, was dieser Titel zu bedeuten hatte.

 Gleich beim Losfahren mit Chiwa und Prima zum Gnadenhof fuhren unsere Weidenachbarin Alexandra Harms und ihr Mann hinter uns her .. ganz zufällig, hat sie uns später erzählt. Natürlich war das kein Zufall und auch wenn Jürgen und ich das nicht wirklich beweisen können, weil die beiden dann an der B 404 in Richtung Kirchbarkau, wo sie ja wohnen, abgebogen sind, wir sind sicher, an jeder der nächsten möglichen Ecken warteten schon die Leute, die uns weiterverfolgen würden um zu erfahren, wo es hingeht .. mit der heutigen Smartphone-Technik ja gar kein Problem.

 Wir waren ganz freundschaftlich auseinandergegangen. Wir hatten auch ehrlich gesagt, bei Prima hatte Jürgen das Hufemachen wegen des Wetters nicht mehr geschafft und einen Pferde-Zahnarzt, der auf dem Hof bald kommen sollte wie jedes Jahr, hätten unsere beiden noch nie gesehen gehabt. Keiner war uns deshalb böse gewesen. Das änderte sich aber schnell, als der Fadebook-Mob dann auf der Gnadenhof-Seite aufschlug.

Jemand hat dort erzählt .. wer ist klar nicht zu beweisen, aber wir vermuten, dass es wie immer telefonisch oder per E-mail oder Privatnachricht entweder Alexandra Harms (vermutlich sie) oder aber auch Michaela Schau gemacht haben, auch wenn beide das abstreiten werden und die Polizei einem bei Stalking ja nicht hilft, sowas genauer zu ermitteln.

Na ja .. der Zahnarzt stellte fest, dass Chiwa EOTRH hätte, eine ganz fiese Zahnkrankheit, doe Nordponies oft haben und ihr 10 Zähne gezogen werden müssten und auch Prima altersbedingt 4 wackelige Zähne hatte, die raus mussten. Das wurde teuer. Teilen und sammeln helfen hat der 4-Hufe-Facebook-Mob rund um unserer Stalkerinnnen allerdings sicherlich genauso wie wir selbst und viele andere, denn das Geld für die Zahnbehandlung war schnell zusammen und der Spruch oben auf dem Foto, auf dem Chiwa und Prima erste Kontakte zu den anderen Pferden dort aufnehmen „Liebe Menschen, Ihr seid tierisch toll“ bezieht sich darauf, dass so schnell genug Spenden eingegangen waren.

Unsere zwei beiden waren ganz lieb bei der Zahnbehandlung, später waren dann auch noch die anderen Pferde dran, denn die Zahnbehandlung wird dort jedes Jahr routinemäßig wiederholt, was bei so vielen alten Pferden sicherlich immer ziemlich teuer werden kann. Die Pferde-Dentistin machte das toll. Trotzdem taten mir unsere beiden auf dem Video echt leid. Das lasse ich hier auch mal weg, hat ja auch nichts mit Chiwas Hufrehe-Geschichte zu tun.

Was mir Sorgen machte war, dass die beiden sowohl neu auf dem Hof angekommen und auch Chiwa und Thunder, denen wir anders als Prima, die das bei uns ja nicht zugelassen hatte, auch hatten Blut abnehmen lassen, halt keine guten Blutwerte hatten und Prima sogar Herzprobleme genauso wie Thunder bei der letzten Untersuchung, als er noch lebte. Ich habe im Teil davor ja angedeutet, dass die Pferde entweder einfach aufgrund der Facebook-Hetze von Fremden unwissentlich so falsch gefüttert wurden, dass es für eine Vergiftung reichte, die bei Thunder leider sogar tödlich war .. oder aber, was ich bei den Dingen, die wir erlebt haben, leider auch nicht ausschließen möchte, ob jemand absichtlich versucht hat, die Pferde zu vergiften und damit bei Thunder auch Erfolg hatte, bei Chiwa und Prima aber nicht. Beweisen werden wir das nie können, es hat ja keiner gesehen, wer und warum da so Dinge wie verschimmelte Heulage, mit Streusalz durchsetzes Kantengras, Efeu und unter Umständen noch mehr, was wir nicht fanden, gefüttert hat. Vieles kann bei Pferden, die ja ein sehr empfindliches Verdauungssystem haben, auch sehr subtil absichtlich gefüttert für eine Vergiftung sorgen.

Das war so, weil unsere beiden Stuten anders als Thunder noch nicht abgenommen hatten, als sie umgezogen sind .. später aber eine Weile ja . .und ich glaube bei dem liebevollen neuen zu Hause nicht, dass das irgendwas mit dem Futter dort zu tun hatte .. und eigentlich auch nicht, dass die Zahnbehandlung der Grund dafür gewesen ist, denn die hat ihnen ja eher gut getan.

https://www.facebook.com/GaiasTraum/videos/907590239422633/
Das ist ein Foto-Video aus der Anfangszeit und nun folgt noch eins, wo die beiden sich wälzen und auch so aussehen, als hätten sie nach ihrem Umzug doch extrem abgebaut.
https://www.facebook.com/GaiasTraum/videos/921530374695286/
Tja .. unser Tierarzt hat uns damals am Telefon gesagt, wenn die beiden diese Vergiftung überlebt haben, dann werden sie sich mit der Zeit wieder davon erholen. Die Leber wird eine Weile schlechter arbeiten, aber nach einer Weile wieder normal und dann wird wieder alles gut anders als bei Thunder, wo es leider zu viel gewesen ist oder er nicht stabil genug als armes Polenpferd mit einer sicher nicht guten Vergangenheit, bevor er zu der Frau kam, die ihn uns verkauft hat und wo er ja auch nur ein Vierteljahr war, bevor sie ihn gleich weiterverkauft hat.
Auf jeden Fall hat Chiwa davon nichts an den Hufen davongetragen … da ich hier ja ihr Hufrehe-Tagebuch schreibe. Weder sie noch Luna, die ja auch zu Hufrehe neigt, hatten dort in 2018 und auch bis heute keinen neuen Hufreheschub und es geht ihnen gut.
Nun mache ich mal weiter mit Hatschie, einer Pferdefreundin auf dem Gnadenhof Gaia’s Traum, die Chiwa und Prima leider schon im Frühling gleich nach dem Anweiden verloren haben, weil sie starb. Sie stürzte sehr unglücklich, als sie am Anweidetag über einen Zwischenzaun sprang. Das überschattete auf dem Hof die schöne Frühlingszeit mit dem Anweiden sehr, weil alle sehr traurig waren. Ich zeige Euch jetzt einmal Hatschie auf Fotos und auch einem Abschiedsvideo über sie.

Das ist das Video über Hatschie, das zum Abschied bei Facebook online gestellt wurde:

https://www.facebook.com/GaiasTraum/videos/921424228039234/

Ich erzähle jetzt aber einmal weiter über die Zeit nach Chiwas und Primas Umzug 2018, denn Jürgen und ich verfolgen natürlich jedes Wort auf der Facebook-Seite, die der Hof über seine Gnadenbrotpferde und alle anderen Hoftiere führt.

Inzwischen ist unsere Beziehung auch besser, nicht mehr feindlich. Ich glaube, es ist inzwischen angekommen, dass wir damals extrem in Not waren, keine bösen Menschen und auch keine Tierquäler sind, die ihre Pferde hätten absichtlich verhungern lassen, wie unsere Stalkerinnen uns ja bis heute versuchen nachzusagen. Und auch, dass wir unendlich dankbar sind, so eine gute Wahl getroffen zu haben, als wir genau diesen Hof für Chiwa und Prima ausgesucht haben, instinktiv richtig oder vielleicht sogar unter Gottes Führung, wie auch immer man das nennen darf. Ein Engel nahm uns an die Hand und zeigte uns damals den Weg für Chiwa und Prima, wo sie in Sicherheit waren trotz der bösen Stalkerinnen in unserem Rücken. Die Leute vom Gnadenhof Gaia’s Traum sind nämlich echte Tierschützer und keine von diesen vielen Spendensammlern, die es auch bei Facebook gibt, die diese Spenden gar nicht dazu nutzen, Pferden zu helfen. Hier wird den Tieren geholfen, die dort einen Platz gefunden haben, und zwar bis zum Ende. Keins wird weiterverkauft, keins einfach im Stich gelassen. Diesen Hof durch Spenden zu unterstützen, ist wirklich eine gute Sache. Wir selbst machen das natürlich auch.

Auch die beiden Enten rechts sind auf dem Hof Gaia’s Traum in Sicherheit und werden dort niemals geschlachtet werden. Es gibt dort noch viele andere Tiere außer den acht alten Pferden wie zwei Ochsen, Katzen, Kaninchen, Hühner und Hunde.

Wenn ich den nächsten Teil schreibe, werde ich Euch auch ganz süße Videos mit diesen beiden Enten und unseren Pferden zeigen .. aber erst für 2019.

Na ja .. Jürgen und ich leckten im Frühling 2018 sehr doll unsere Wunden, sind beide durch den Stress damals sehr krank geworden und haben uns auch beide bis heute nicht wieder ganz davon erholt, auch wenn es ein wenig besser geworden ist und wir ja versuchen, nicht vor Kummer daran zu sterben, denn das will ja gar keiner. Wir wollen lieber für ein Auto sparen, um mobiler zu werden, für unseren Hund da sein, natürlich weiter in der Lage sein, selbst auch zu spenden und so weiter.

 Es geht nun weiter mit einem anderen sehr traurigen Kapitel der neuen Pferdeherde, in der Chiwa und Prima nun zu Hause sind, nämlich dem Tod von Lotte. Ich zeige Euch hier auch ein paar Fotos von Lotte und auch ihr Abschieds-Video. Lotte litt unter chronischem Staubhusten und ich weiß, dass ihr Frauli sich unendlich viel Mühe gab, sie am Leben zu halten .. vermutlich war der extrem heiße und trockene Sommer 18 aber dann doch zu viel für sie.

Hier verlinke ich Euch das Abschiedsvideo für Lotte.

https://www.facebook.com/GaiasTraum/videos/1077595919088730/

Als wir Chiwa und Prima auf den Gnadenhof brachten, haben wir uns damals sehr lange darüber unterhalten, wie viel Mühe sich das neue Frauli vor allen Dingen mit Lotte und auch Luna (oben, die auch zu Hufrehe neigt) gegeben hat, die schon damals oft auf der Kippe zwischen Leben und Tod gestanden hatten.

Nicht nur die gnadenlose Hitze, das Problem, genug Heu kaufen zu können, das plötzlich doppelt so teuer war, auch der Tod von Lotte überschattete den Sommer 2018 auf Gnadenhof Gaia’s Traum.

Die Weide verdorrte im Sommer komplett und die Pferde hatten in dem Jahr nicht sehr viel davon, nur im Frühling und Herbst dann.

 Auch die Trauer um Lotte zeigt ein Spruch auf einem der Fotos, auf dem auch Chiwa mit drauf ist, nämlich unten … da steht „Die leere Fülle des Sommers“, und damit wurde gesagt, alle waren so unglücklich wegen Lotte und auch immer noch wegen Hatschie, die nun beide über die Regenbogenbrücke hatten gehen müssen, Menschen und Pferde.

Auch Pferde trauern sehr, denn als sozial lebende Wesen haben sie tiefe Gefühle.

Sie haben ihre beiden Freundinnen sicherlich bis heute nicht vergessen und damals sehr unter dem Verlust gelitten.

 Das Foto rechts stammt aus Juni 18. Noch war das Gras grün, aber das würde nicht mehr lange so bleiben. In Schweden brannten die Wälder, alles vertrocknete … und die Suche nach Futter für die Pferde, die ja essen mussten, nahm extrem viel Zeit in Anspruch. Aber alles ging gut. Es kamen genug Spenden zusammen, um auch das teure Futter zu bezahlen und es kam auch genug Futter zusammen. Aber Herrchen und Frauchen unserer Hüs hatten damit auch alle Hände voll zu tun.

 Auch die beiden Kühe Angel und Herzblatt suchten eher den Schatten im Stall auf als in dieser Hitze in der Sonne zu braten.

Das rechts ist noch ein Foto von Chiwa aus Juli 18 und unten ist sie noch im August gemeinsam mit LayLou trotz der Hitze auf der Weide unterwegs … aber die Pferde gingen später oft über Tag freiwillig in ihre Unterstände, weil es auch ihnen draußen auf der Weide einfach zu heiß war.

 Ich hoffe, es wird dieses Jahr besser mit dem Sommerwetter und nicht wieder so schrecklich heiß und trocken, damit die Pferde den Sommer 2019 auch draußen auf ihrer schönen großen Weide alle zusammen genießen können.

Ich freu mich schon auf Fotos und Videos davon und hoffe, das werden alles Bilder und Videos von glücklichen Tieren und Menschen.

Rechts unsere Prima im August 2018 beim Müslifuttern.

Ach ja .. wenn Ihr auf die Facebook-Seite oder andere Seiten geht. Prima und Chiwa haben von ihrern neuen Besitzern neue Namen bekommen. Prima heißt jetzt Karina und Chiwa Shiva, wobei sich Chiwa halt genauso ausspricht wie bei uns, bei Prima ist das ja anders.

 Das oben ist die Weide im Vergleich .. 2017 schön grün und 2018 komplett verbrannt.

Das war schon ein schlimmer Sommer.

Links Luna und Vroni .. und der Spruch auf dem Foto bedeutet, dass viele Leute für das teure Heu gespendet haben und der Hof sich dafür herzlich bedankt.

 Rechts Prima im August beim Heusortieren in ihrem Unterstand.

Was ich erwähnen sollte. Chiwa und Prima standen nur eine Weile zusammen. Wir kennen ja Prima, die nicht immer die Sanfteste ist. Sie braucht halt viel Individualdistanz zuweilen. Chiwa ist jetzt mit Cyra zusammen und das klappt besser. Und Prima sieht die anderen ja, die ja alle nicht weit weg von ihr sind. Die Ausläufe sind ja alle beieinander.

Im September wurde es langsam besser mit der Hitzewelle.

Oben Chiwa im September .. links die beiden Ochsen.

 Rechts und unten Chiwa und Prima im Oktober 18 aufgenommen.

Die Weidezeit war 2018 nicht sehr lang, nach Oktober war sie dann zu Ende. Auch das lag sicherlich an diesem wirklich viel zu trockenen Sommer 2018.

 Das Jahr ist nun schon fast rum.

Wie gesagt, Chiwa blieb gesund und ihre Rehe-Kollegin Luna übrigens auch, nichts passiert in Sachen Hufrehe und Prima und Chiwa außer dem sicherlich stressigen Zähneziehen sonst auch nicht. Sie haben sich auch beide wieder gut erholt und sehen heute toll aus.
Links Cyra und Chiwa im November und unten Prima mit Herrchen im November 18.

 Auch das Foto rechts ist noch eins aus November 18. Chiwa zusammen mit Vroni.

Tja .. und dieses letzte Foto mit Herrchen wieder mit Weihnachtsmütze ist schon eins aus Dezember 18.
Zum Schluss zeige ich Euch noch ein schönes Video aus Dezember 18 über den Hof, wo Ihr alle Pferde und auch die anderen Tiere nochmal anschauen könnt. Wie es 2019 weiterging, erzähle ich bald.


https://www.facebook.com/GaiasTraum/videos/2267443403537834/
Bis bald mit dem nächsten Teil von Chiwas Hufrehe-Geschichte.


LG Renate

Original-Link:

http://hufrehe-blog.blogspot.com/2019/03/chiwas-hufrehe-geschichte-teil-40.html

Ein schönes Osterfest für alle unsere Blog-Leser ..

… und liebe Grüße auch für die Leser aller unserer Themen-Blogs

wünschen Euch Renate und Jürgen

.. http://Schöne Osterfeiertage für Euch Schönes Osterwetter und ein paar entspannte Tage

.. http://Habt ein tolles langes Osterwochenende .. und hoffentlich herrliches Wetter

..http://Schöne Osterfeiertage .. …natürlich auch in kulinarischer Hinsicht

..http://Eine schöne und gesunde Osterzeit .. .. für alle Rehepferde und ihre Besitzer

..http://Ein herrliches Osterfest für alle Pferdefreunde … … und hoffentlich auch schönes Wetter

Ursprungslink: https://pferde-tiere-gesundheit-soziales-zeit.blogspot.com/2019/04/ein-schones-osterfest-fur-alle-unsere.html


Unser Thunder – Teil 4

Ein paar Infos über seine Vergangenheit

Ich schreibe heute doch noch einen 4. Teil über unseren Thunder, denn ich konnte heute mit jemand, der sich jahrelang um ihn gekümmert und ihn schließlich verschenkt hat, damit er Pferdegesellschaft bekommt, eine ganze Weile über Thunder sprechen.

Dabei habe ich dann doch noch eine ganze Menge, wenn auch längst nicht alles über seine Vergangenheit erfahren.

Die Fotos von Thunder, Chiwa und Prima sowie Jürgen, unserem Freund Kalli und Boomer, die uns hier in diesem 4. Teil über Thunder begleiten, stammen alle vom 17. Juli 2017.

Thunder ist ja am 1. Juli 2017 bei uns eingezogen, war damals also etwas länger als 14 Tage bei uns und hatte sich schon ein bisschen in der Herde eingelebt.

 Weil ich einfach gern mehr über Thunder, sein Vorleben und eventuell auch darüber wissen möchte, was bei ihm so sehr auf die Rückenmuskulatur gegangen sein könnte und diese tiefen Löcher neben dem Widerrist im Trapezmuskel verursacht hat, die er schon hatte, als wir ihn bekommen haben und warum später vor seinem Tod es die Rückenmuskulatur war, die ganz plötzlich regelrecht in sich zusammenfiel, egal was wir versucht haben und ich rausfand, sowas passiert bei Leberversagen oft .. aber die Leber kann aus vielen Gründen so reagieren . habe ich einfach nochmal mehr gesucht.

Es gibt ja außer Thunders Fohlenpapieren auch einen Ersatzequidenpass für ihn, und erst mit dem hat er den Namen Thunder bekommen, denn laut seinen Fohlenpapieren hieß er ja früher Gazel.

Der Mann, auf den dieser Ersatzequidenpass ausgestellt worden ist, wohnt aber nicht mehr unter dieser Adresse. Es gibt einen mit dem gleichen Vornamen im gleichen Ort, aber auch da findet man nur noch eine Firmanadresse einer Firma, die nicht mehr aktiv ist und man kriegt die Info, die wäre dauerhaft geschlossen.

Ob das wirklich der gleiche Mann ist, ist auch schwer zu sagen.

Aber ich fand eine Telefonnummer unter der Adresse aus Thunders Ersatzequidenpass und da habe ich heute auch jemand am Telefon erreicht.

Es war ein älterer Mann, noch um einiges älter als ich selbst, der sich jahrelang um Thunder gekümmert hat und auch noch miterlebt hat, dass sein eigentlicher Eigentümer viel mit Thunder unternommen hat, dann aber wie er sagte, das Interesse an Thunder verlor, weil die Freundin und das Auto nun wichtiger geworden wären.

Kleiner Exkurs: Frau Lendowski drohte mir vorhin auf unserem Anrufbeantworter .. wehe ich erzähle was aus dem Vorleben von Thunder und wie ich ihn über sie bekommen hätte und so .. und wie ich es hätte wagen können, auch noch die Facebook-Seite ihrer Enkelin zu verlinken (die ist jetzt wohl unter Privatsphäre, man sieht da nichts mehr, gestern sah man es aber noch, sonst hätte ich es ja nicht finden können) .. weil das wär dann mein „letzter Tanz“. Soll sie mir drohen, ich habe ja nicht gelogen. Ich habe das alles genauso öffentlich im Internet gefunden, was ich erzählt habe.

Und was ich jetzt erzähle, habe ich heute mit Jürgen neben mir, der das bezeugen kann, falls es sein muss, am Telefon genauso gehört.

Der ältere Mann wusste nicht, wie genau Thunder zu seinem eigentlichen Eigentümer hingekommen ist, also auch nicht, ob Thunder mal in Polen oder vielleicht bei einem anderen Züchter hier in Deutschland auf die Welt kam und wer ihn vorher hatte.

Ich vermute, es ist nahe Verwandtschaft zwischen dem alten Mann und Thunders Herrchen, der sich dann gar nicht um ihn kümmerte.

Dieser jüngere Mann kommt auch noch manchmal zu Besuch und ich habe meine Telefonnummer hinterlassen, falls er gern anrufen möchte und noch mehr über Thunders letzte Monate hier bei uns erfahren oder mir eine E-mail-Adresse geben, damit ich ihm auch Fotos schicken kann, falls er gerne welche hätte.

Frau Lendowski erzählte was von einem Westernsattel, den sie auch hätte mit Thunder zusammen kaufen können, was sie aber nicht getan hätte und es könnte sein, der wäre mal westerngeritten worden.

Damit hat sie uns die Wahrheit gesagt. Es gibt diesen Westernsattel, das hat der ältere Herr mir auch erzählt.

Thunder war aber eher ein Freizeit- oder Wanderreitpferd. Sein Herrchen ist in seiner aktiven Zeit viel mit Thunder auf Wanderritte gegangen, immer in Gruppen unterwegs gewesen.

Der Ort Wetter in Hessen ist eine ländliche Gegend und die Gegend wunderschön für lange Ritte.
Thunder war dabei immer sehr ehrgeizig und wollte am liebsten immer ganz vorne laufen, wenn es auf einen Wanderritt ging.
Thunder war auch sehr temperamentvoll und schnell, hat der ältere Herr mir erzählt.

Er fand es schade, dass er selbst eben nicht mehr in der Lage gewesen wäre, mit Thunder auszureiten, aber er hat halt nie reiten gelernt und in seine Alter ??? Wäre halt nicht mehr gegangen.

 Thunder war auf diesem Hof nicht immer alleine.

Früher hat er mit einem anderen Pferd dort zusammen gestanden und hatte Pferdegesellschaft.

Das sei dann aber weg gekommen und danach war er ganz alleine.

Das hat dem alten Mann sehr leid getan.

Der war der Meinung, dass Thunder sowohl Pferdegesellschaft als auch jemand brauchen würde, der noch etwas mit ihm unternehmen könnte.

Er hat mir erzählt, Thunder war beim Futter ein Pferd, das alles mögliche gern gefuttert hat. Wir haben uns darüber ausgetauscht, dass er an Obst und Gemüse fast alles mochte .. bei uns ja auch. Er kannte das von dem alten Herrn, der aber auch meinte, ja wenn Leute ihn übern Zaun gefüttert haben, Thunder wird aus der Hand leider so gut wie alles gefressen haben .. so war er eben.

 Jürgen und ich haben uns vor seinem Tod immer wieder gefragt, ob Thunder aus der Hand gegeben womöglich auch Efeu, diese schimmelige Heulage oder das Kantengras mit Streusalz dazwischen gefressen haben könnte und deshalb plötzlich so krank wurde.

Auch diese Info hilft nicht, um das wirklich zu wissen .. aber er war wie gesagt ein Pferd, das vertrauensvoll aus der Hand gern alles nahm, was ihm Menschen gegeben haben.

 Auch der ältere Herr beschrieb Thunder als total freundlich und lieb und beim Reiten als ein Pferd, das alles mitmachte.

Auch wenn er ja nicht mehr wirklich reitbar war .. so hat Jürgen ihn die 3 x, als er nur ein paar Minuten auf ihm saß mal, auch erlebt .. und wir ihn auch beide so bei der Bodenarbeit, wo er auch immer ganz dabei war und alles richtig machen wollte.

Als Thunder dann so alleine stand, sein Herrchen sich gar nicht mehr um ihn gekümmert hat, auch kein 2. Pferd mehr zur Gesellschaft für ihn da war, hat der ältere Mann begonnen, nach einem Platz für ihn zu suchen, wo das anders wäre .. wo er es besser hätte.

Er hat Thunder nicht verkauft, er hat ihn verschenkt.

Er hat vorher sogar oft Leuten angeboten, wenn sie Thunder bei sich aufnehmen, Heu könnte er gern immer zugeben, er hätte für sein Vieh ja genug davon.

Aber es war wohl gar nicht so einfach, jemand für Thunder zu finden .. der ältere Herr hat lange nach einem Platz für Thunder gesucht.

Schließlich hat sich dann jemand aus der Nähe bei ihm gemeldet, wohin er Thunder verschenkt hat. Das sei aber nicht weiter als ca. 20 km von Wetter weg gewesen. Dass Thunder dort nicht geblieben ist, wusste der ältere Herr gar nicht und auch nicht, wie er nach Friedrichskoog gekommen sein kann, das ja ca. 500 km von Wetter in Hessen entfernt ist.

Er selbst sei später auch eine Weile sehr krank gewesen, hätte aber oft an Thunder gedacht und immer überlegt, ihn dort, wo er ihn seiner Ansicht nach hingegeben hat, mal zu besuchen.

Dass er nun inzwischen von dort weg in Friedrichskoog und dann bei uns in Preetz gelandet ist, wusste er nicht.

Es hat ihn zwar gefreut, dass Thunder bei uns nun noch ein paar Monate zwei eigene Stuten um sich hatte, denn so hatte er sich das auch für ihn gewünscht .. aber er war auch sehr traurig, dass man ihn uns regelrecht totgefüttert hat.

Ja sagte er, das kennt er, dass so viele Leute so unvernünftig die Tiere anderer Leute über den Zaun füttern.

Bei ihm wäre das gegangen .. es seien dort nicht sehr viele Leute vorbeigekommen wie leider bei uns in der Feldmark Preetz, wo ja so viele Spaziergänger vorbei kamen.

Tja .. auch wenn die gute Sandra Lendowski mir droht, ich soll nichts erzählen, was ich durch Recherche nun über Thunder doch noch hab finden können .. sie hat uns nicht erzählt, dass Thunder nicht unmittelbar von diesem älteren Mann zu ihr gekommen ist.

Sie sagte was von einem irre teuren Transport zu ihr .. was bei 500 km natürlich möglich sein kann.

Ich kann mich nicht erinnern, ob sie was über einen Kaufpreis oder nicht gesagt hat .. aber direkt erzählt, dass Thunder verschenkt wurde, auch nicht.

Dass niemand mehr was mit Thunder gemacht hat dort, das hat sie erzählt, muss es also von den Leuten, die ihn ihr für so teures Geld gebracht haben, erfahren haben.
Wer das aber war, das hat sie uns verschwiegen.
Diese Leute haben Thunder auf jeden Fall nicht bekommen, um ihn gleich weiterzureichen .. die haben ihn geschenkt bekommen unter der Prämisse, dass sie ihn behalten und er dort Pferdegesellschaft hätte.

Über Thunders Rücken habe ich mit dem älteren Mann auch gesprochen.
Er hielt Thunder für gesund, nicht für krank, als er ihn weggab. Aber dass sein Rücken anfing so durchzuhängen, das wäre ihm schon aufgefallen.
Es fehlt also was, ist ein Bruch in Thunders Lebenslauf .. auch nach seinem Weggang von dem Mann, auf den sein Ersatzequidenpass ausgestellt ist beziehungsweise dem Mann, der mit ihm verwandt ist und wo Thunder seit er diesem Mann gehört hat, immer gelebt hat.
Er kam nicht direkt von dort nach Friedrichskoog, wo wir ihn herhaben. Er muss dazwischen noch vorübergehend woanders gewesen sein.
Mehr weiß ich bisher nicht.
Aber das hilft schon ein wenig weiter.
Sollte ich noch mehr erfahren, dann werde ich das auch erzählen.
LG Renate

Ursprungslink: https://pferdeunserestolzenfreunde.blogspot.com/2018/12/unser-thunder-teil-4.html