Chiwas Hufrehe-Geschichte – Teil 22

Es geht weiter mit viel Neuschnee am 17. Januar 2018

Es hatte an dem Tag nicht nur viel geschneit, es ging da auch schon los mit den fiesen Intrigen hinter uns.
Irgendeiner hatte nicht das Vet-Amt, sondern einen Tierschutzverein vor Ort angerufen und diese Leute hatten hier an unserer Wohnungstür geklingelt .. angeblich wären unsere Pferde im Round Pen eingesperrt .. was aber Unsinn war.

Da die Leute, die unsere Pferde aus der Feldmark kannten, weil sie da häufiger vorbei kamen, das nicht gewesen sind, war klar.
Es musste von jemand stammen, der genau weiß, wo Jürgen und ich wohnen .. klar weiß das wieder mal eine Person, Michaela Schau.
Aktuell erlebt unsere Regierung, was ein Facebook-Shitstorm anrichten kann .. über Chemnitz, Köthen und so weiter .. anhand des Rassismus, der ja auch so verbreitet wird und langsam zur Gefahr wird.

Aber ganz genauso funktioniert das mit dem Shitstorm auch im Kleinen, wenn einen einer fertigmachen will .. und das hatten unsere Spezies ja nun schon seit Mai 2016 immer vorgehabt und es trug allmählich Früchte.
Es gibt bestimmte Themen, die sich hervorragend dazu eignen, bei Facebook andere auf Menschen raufzuhetzen.
Dazu gehören Rassenhass, aber auch das Thema Tierschutz. Beides sehr beliebte Dinge, die gern massenhaft geteilt werden und umso negativer die Hetze ist, umso mehr Leute schließen sich an.

Natürlich war der Round Pen nicht zu, als wir ankamen.
Unsere Pferde konnten da ganz normal wie immer raus- und reingehen.
Na ja .. Jürgen und ich sind dann noch ein wenig mit dem Hund durch Klein-Kühren gelaufen, paar Fotos machen und so weiter.

Da waren wir dann zurück, unsere Arbeit machen.
Tja… ich habe mich gesundheitlich von dem Stress, dass unser Thunder später starb, wir Chiwa und Prima wegbringen mussten und so weiter nie mehr erholt.
Mein Herz wird immer schlechter, sehr schnell. Ich nehme auch von alleine ab, auch wenn das viele positiv sehen. Ich glaube nicht, dass ich unter diesen Umständen noch 70 Jahre alt werde, falls ich überhaupt noch erlebe, dass ich meine Rente kriege.

Jürgen geht es nicht viel besser als mir.
Wir haben beide den Tod im Leib, der uns auffrisst.
Wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat, ist zu viel Stress einfach nicht gut und man verkraftet das nicht mehr.

Aber eins ist dennoch gut.
Chiwa und Prima sind auf einen Gnadenhof gekommen, wo sie so denke ich sicher sind.
Ob Jürgen und ich ohne diese Erlebnisse heute genauso krank wären wie wir es sind .. es ist schwer zu sagen. Aber in diesem Zustand hätten wir heute nicht mehr geschafft, für drei alte Gnadenbrotpferde in Eigenregie so zu sorgen wie noch im Januar, als ich diese Fotos gemacht habe.

Damals hatten wir beide diese Kraft noch .. jetzt nicht mehr.
Ich hoffe, dass ich noch schaffe, Chiwas Hufrehe-Geschichte bis heute zu Ende zu erzählen. Sollte ich vorher sterben, denkt Euch den Rest. Weil irgendwann sind unsere Blogs eben nur noch ein Stück Erinnerung.
Ich habe sie ja mal alle genau aus diesem Grund angelegt, damit sie auch ein Stück Erinnerung bleiben für alle, denen mein Mann und ich doch etwas bedeutet haben und unsere Tiere auch.

Es geht bald weiter mit Fotos aus einem Text vom 19. Januar 18 mit dem Titel „Werde doch mal Zettel aufhängen“.
LG Renate

Original-Link:

http://hufrehe-blog.blogspot.com/2018/09/chiwas-hufrehe-geschichte-teil-22.html

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